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Gerhard Leiser Pfarrer in Ruhestand n Karlsruhe 

Verantwortet CHRISTEN-IN-VERANTWORTUNG Gruppe Karlsruhe

lädt zum Pfarrseniorenkonvent Karlsruhe ein

schickt Gedanken zum Predigttext als Sonntagsgruß nach Krasnodar

nimmt an politischen Veranstaltungen teil, wenn Wetter und zeit es erlauben. Diskutiert gern. Vor allem mit Jungen.

Alter: 88
 


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Jesus wollte nicht faulen Frieden unterstützen!

Bekennen oder verleugnen: Vor diese Frage stellt euch der harte Predigttext Matthäus 10,34-39 am 21. Sonntag im Kirchenjahr.

Wer sich zu Jesus bekennt, zu dem wird er sich auch bekennen. Das steht vorher. Darum geht es: Bekennt Ihr euch zu Jesus? In der Familie, Nachbarschaft, vor den Kollegen und den Leuten, die ihr irgendwo trefft?  Das erwartet Gott von euch.

Gott sei Dank: wir dürfen Jesus und seine Lehre überall bekennen.

 Wir riskieren höchstens schiefe Blicke, Lächeln oder Kopfschütteln. In andern Ländern und zu andern Zeiten war das anders.

1522 wurden zwei Ordensbrüder Martin Luthers in Löwen verbrannt. Luther schrieb darüber sein erstes Gedicht. Ihm wäre das gleiche geschehen, wenn er sich aus dem Gebiet seines Fürsten gegangen wäre. „Nehmen sie den Leib, Gut, Ehr, Kind und Weib“ im Lied „Ein feste Burg“ war ernst gemeint. Viele Nachfolger und auch Vertreter anderer Ansichten wie Wiedertäufer oder die aufständischen Bauern wurden verbrannt, erhängt oder erschlagen.

In diesem Jahrhundert sind in Afrika, Indien, Afghanistan, Syrien, Nordkorea ungezählte Christen ermordet worden. Für sie war Jesus bekennen lebensgefährlich.

Aber Jesus bringt das wahre Leben. Mit ihm macht das Leben Sinn und  Spaß.

Wenn andern das nicht gefällt, ist das deren Sache.

Wenn sie uns deshalb anfeinden, müssen wir das hinnehmen.

Luther schrieb seinem Fürsten: Führe keinen Krieg gegen den Kaiser. Ein Christ soll lieber leiden, als Krieg führen. Leider folgte er nach dem Tode Luthers nicht und verlor den größten Teil seiner Herrschaft. Viele grausame Kriege folgten. Es ging dabei auch um den Glauben.

Heute ist Toleranz die Regel und Religions-und Meinungsfreiheit. Also sagt eure Meinung, bezeugt euren Glauben! Bekennt: Nur in Jesus finden wir wahren Frieden in der Seele und untereinander.

Fauler Friede hilft nicht. In der Familie nicht, und nicht in der Nachbarschaft, im Geschäft und auch nicht in der Politik.

Jesus lehrt: Wer für die Wahrheit, Gerechtigkeit und das Richtige und die Liebe eintritt, kann Feindschaft ernten. So ging es auch ihm.

Aber es kann und muss manchmal Streit geben.

In der Familie und auch in der Gemeinde: aber versucht, „das Böse mit Gutem zu überwinden“ wie der Wochenspruch sagt. Das gilt auch für die verschiedenen Konfessionen: sie sollten über Meinungsverschiedenheiten reden und bereit sein, sich zu ändern. Buße tun sagen wir dafür. So wie die Kirchen im Augenblick sind, sollten sie nicht bleiben. Darüber sollte auch gestritten werden dürfen.

Aber immer als Nachfolger Jesu. Immer mit dem Ziel der Versöhnung. Wie es Paulus in 2. Korinther 5, 20 sagt: Wir als Boschafter bitten: lasst euch versöhnen mit Gott!

Wenn ihr ihm folgt, seid ihr in guter Gesellschaft.

Er wird euch am Ende das ewige Leben geben, in das er aufgenommen wurde.

Das Leben in seiner Nachfolge lohnt in jedem Fall.

Jetzt schon in diesem Leben und auch nachher.

 

Wochenspruch: Lass dich nicht vom Bösen überwinden, sondern überwinde das Böse mit Gutem!

Schriftlesungen: Epheser 6,10-17 Das Wort ist unsere Waffe.

Matthäus 5,38-48 Liebet eure Feinde!

Gebetet wird in dieser Woche für Papua-Neuguinea und die vielen von steigenden Fluten bedrohten Inseln im Pazifik wie Samoa, Marshallinseln, Tonga.

Gesegneten Sonntag! Euer Gerhard Leiser

 

Anmerkung: Die Erinnerung an den Thesenanschlag Martin Luthers vor 500 Jahren war das große Thema im Fernsehen, Zeitungen, Gottesdiensten, Empfängen auch zusammen mit der katholischen Kirche. Die Thesen wurden selten verlesen: “Euer Leben ein Leben der täglichen Buße.„“ Wo sollten wir uns auch ändern? Mir gefiel ein Gottesdienst in einer normalen Gemeinde am Morgen und 2 ½ Stunden bei einem „Lieder-Marathon aus dem Gesangbuch“ am besten.

4.11.17 19:40, kommentieren

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Kann ein Reicher in den Himmel kommen?

 

Eine gehörige Zumutung, dieser Predigttext (Markus 10,17-27) vom „reichen Jüngling“: Alles hergeben! Ganz oder gar nicht! „Ein halber Christ ist ein ganzer Unsinn“ . „ Die Freiheit und das Himmelreich gewinnen keinen Halben!“  das heisst Leute, die nur halb für eine Sache sind.

 

Ein Reicher, der alles hat, aber nicht glücklich ist, fällt vor Jesus auf die Knie: Zeige mir den Weg zur Seligkeit! Macht, Besitz, Geld haben nicht glücklich gemacht.

Jesus freut sich über einen, der das gemerkt hat und wahres Glück sucht.

Gut, wenn ihr euch bemüht ein anständiges Leben zu führen.

Gut, wenn ihr die Zehn Gebote und das Gebot der Liebe erfüllen wollt.  Aber den Himmel bekommt ihr dafür  nicht. Den schenkt euch Gott. Weil er euch liebt.  

Jesus sagt: Geh in Dich. Du weißt ganz genau was Du sollst und für Dich richtig ist!

Prüfe Dich an den Dir gut bekannten Zehn Geboten:

Welches ist für Dich am schwierigsten?

Reiche haben es oft nicht leicht. Wer viel hat, hat auch viel Verantwortung und Arbeit und Sorgen. Alles abzuwerfen wäre eine Lösung. Wie im Märchen von Hans im Glück. Er warf alles weg und war frei!

Diese Freiheit will euch Gott schenken!

Armut in der Nachfolge Jesu ist für viele Frauen und Männer in der Kirchengeschichte ihre Entscheidung geworden. Sie gingen in ein Kloster. Das gibt es auch heute. Bete und arbeite ist die Regel. Aber auch mit der Armut kann man nicht den Himmel verdienen. Das merkte Martin Luther, verließ das Kloster und widmete sich ganz und gar seinen Aufgaben als Lehrer, Prediger, Ehemann und Vater.

In jedem Beruf kann man den Willen Gottes erfüllen.

Fragt euch: Wie kann ich am besten Gott und den Mitmenschen dienen?

Gute Haushalter der vielen verschiedenen Gaben Gottes sollt ihr sein. So sagt das Neue Testament. Überlegt: Was hat euch Gott gegeben und was könnt ihr zu seinem Lob und für eure Nächsten tun.

Das gilt natürlich auch für Euer Einkommen und Vermögen: Wie viel Geld gibst Du für Dich, Deine Familie, Deine Wünsche, für die Zukunft aus – und wie viel für Gott? 10% des Einkommens könnten es vielleicht sein. Es gilt auch für Deine Zeit und Kraft. Manche haben nicht viel Geld, aber Zeit. Und manche haben Geld, aber wenig Zeit.

Nur aus Gnade kommen wir in den Himmel. Das gilt für Reiche und Arme. Denn für die Menschen ist es unmöglich. Reiche müssen sich mehr Gedanken machen. Wem viel gegeben ist, von dem wird viel verlangt. 

Armut kann eine Möglichkeit der Nachfolge sein. Jeder muss seinen Weg finden.

Für alle aber gilt:

Folge Jesus nach mit dem, was Du hast, was du kannst, was du gern machst und mit denen, die du liebst. Dann wirst Du glücklich!

 

Schriftlesungen  Römer 14,17-19 und Markus 12, 28-34.

Gebetet wird in der ganzen Christenheit in der neuen Woche für Christen und alle Leute in Belize, Guatemala, Nicaragua, Mexiko.

 

 

Anmerkung: Unter „www.Calwer Predigten“ gefällt mir die Predigt von Evelina Volkmann!

Wir sind noch nicht wieder ganz hier und noch nicht auf dem Laufenden aber dankbar, dass so vieles gut lief. Sonderbar, dass der 3. Oktober in Kirchen und Städten so wenig gefeiert wurde, obwohl Losung und Lehrtext ausdrücklich zu Dank und Versöhnung aufforderten.

12.10.17 14:07, kommentieren