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Gerhard Leiser Pfarrer in Ruhestand n Karlsruhe 

Verantwortet CHRISTEN-IN-VERANTWORTUNG Gruppe Karlsruhe

lädt zum Pfarrseniorenkonvent Karlsruhe ein

schickt Gedanken zum Predigttext als Sonntagsgruß nach Krasnodar

nimmt an politischen Veranstaltungen teil, wenn Wetter und zeit es erlauben. Diskutiert gern. Vor allem mit Jungen.

Alter: 90
 


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Zum Ewigkeitssonntag oder auch Totensonntag

 

Wachet, oder wacht auf! Ruft uns der Text des Ewigkeitssonntag aus Matthäus 25,1-13 mit dem Gleichnis von den klugen und kurzsichtigen  Brautjungfern zu. Am letzten Sonntag des Kirchenjahres. An dem wir an das Ende unseres Lebens und das Ende dieser Welt denken. An der rechten Tür an der Frontseite aller Kirchen sind Jungfrauen mit den Lampen oft dargestellt. Dort gaben die Paare sich das Treueversprechen. die

 

Wie auf eine Hochzeit freuen sollen wir uns, wenn wir an die Ewigkeit und unsern Tod denken!

Das Reich Gottes ist kommende Glückseligkeit! Die Gemeinde ist die Braut, Jesus der Bräutigam: in der Ewigkeit sind sie glücklich zusammen. Und wir sind dabei! So hat man diesen Text früher ausgelegt.

 

Vorbereiten sollt Ihr euch. Wie die Vorbereitungen auf eine Hochzeit heute oft Monate dauern und viel Geld und Mühe kosten. So soll unser Leben eine Vorbereitung auf das künftige Fest sein. Das darf auch Zeit, Mühe, Geld kosten.

 

Vorrat ansammeln, damit wir leuchten können: uns und andern den Weg zeigen! Ihr seid das Licht der Welt, sagt Jesus. Auch dazu lesen wir Bibel und Gesangbuch. Damit wir ein Grundwissen für unsern Glauben haben, damit wir andern sagen können, was unsere Hoffnung ist. Die Hoffnung auf ein neues ewiges Leben war der Grund für den schnellen Erfolg des Christentums.

 

Macht euch bereit zu der Hochzeit, wir müssen ihm entgegen gehen! Heißt es im Lied.

Also nicht faul herum sitzen und abwarten. Die Zeit ausnutzen zum Großputz, Aufräumen, Kleider und Schuhe richten und zum Lernen der Lieder, die wir bei der Hochzeit singen wollen.

Vor allem, weil wir nicht wissen  w a n n unser letzter Tag sein wird. Er soll auch nicht ein Tag des Schreckens, der Trauer, der Schmerzen sein. Er ist der Tag, an dem wir bei Jesus sein werden.  

Deshalb sollte Ihr nicht trauern am Ewigkeits-oder Totensonntag! – Bei der Brüdergemeinde ist weiß die Farbe auf dem Friedhof!

 

Und wir danken für die, die uns voraus gegangen sind und jetzt schon bei Jesus sind im Licht.

So tröstet euch gegenseitig! Ewige Freude wartet auf uns!

Lesungen: Offenbarung 21,1-7 (Unsere Hoffnung!)

Johannes 5, 24-29 (zum Totensonntag!)

Wochenspruch: Lasset eure Lenden umgürtet sein und eure Lichter brennen!

Im Gesangbuch im Lied „Wachet auf, ruft uns die Stimme“ kommen die klugen Jungfrauen vor.

in Vers 2 und 3 wird die Freude der Feier der Hochzeit - des Abendmahls - beschrieben, das auf uns wartet.

Im Gebet dürft Ihr die Namen Eurer Verstorbenen nennen: "Wir bitten Dich für unsere Eltern.. Freunde... und......: Sei Ihnen gnädig und nimm sie auf in dein Reich und lass sie deine Herrlichkeit sehen!"

 

In der Weltchristenheit beten wir in der kommenden Woche für die Menschen in Brunai, Malaysia und Singapur.

 

Gesegneten Sonntag Euer Gerhard Leiser

 

Nachtrag: Für die Wiedervereinigung Koreas wurde bei einem Gottesdienst in der Friedensdekade mit Erinnerung an den Mauerfall mit einer Predigt von Bischof Cornelius-Bundschuh# gebetet. Sonst gab es nicht viele Friedensgebete. Wir gehen jeden Freitag um 12 Uhr zum Coventrygebet (EG Nr.810.4).

Der Bußtag als Abschluss der Friedensdekade ist schon lange nicht mehr ein Tag der öffentlichen und politischen Buße, was er ursprünglich war.

21.11.19 19:55, kommentieren

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Zur Friedensdekade guter Text!

Ratschläge für den Alltag stehen im Predigttext Lukas 6,27-38 am drittletzten Sonntag im Kirchenjahr.

Lukas stellt in der „Feldrede“ kurz zusammen, was Matthäus in Kapitel 5-7 als „Bergpredigt“ ausführlicher als Zusammenfassung der Meinung Jesu berichtet.

Zuerst: Mit Feinden sollt ihr besonders freundlich umgehen! Habt ihr Feinde? – Dann tut ihnen Gutes, schimpft nicht auf sie, sondern betet für sie. Gebt ihnen nach.  

Gut für euch, wenn ihr wegen eures Glaubens, Volks, Geschlechts, Rasse nicht diskriminiert werdet. Vielen Christen und Minderheiten geht es so. Dann seid ihr die, die auf sie zugehen solltet. Damit aus Fremden Freunde werden.

Aber ihr kennt  Leute mit andern Meinungen und Fremde. Denen man wenig vertraut und die man sogar fürchtet. Oder die einem unsympathisch sind, die man nicht leiden kann, denen man aus dem Weg geht. Heute kann man sich auch aus dem Weg gehen. Dann ist der Nachbar uns egal. Aber wir sollen unsere Nächsten lieben. Dazu muss man ihn erst kennen lernen.

Klar: wenn jemand vor einem hinfällt, hilft man. Gut, dass auch Rettungsdienste und Sozialhilfe in unserer seit Jahrhunderten christlichen Gesellschaft organisiert sind. Auch Nichtchristen helfen. Manchmal sogar mehr als Fromme, die vor allen den Glaubensgeschwistern helfen.

Die goldene Regel nennt man den Vers 31: „Wie ihr wollt, dass euch die Leute tun sollen, so tut ihnen auch“. „Was du nicht willst, dass man dir tut, das füg auch keinem andern zu“ heißt es in Tobit 4,15. Die Feinde lieben und ihnen Gutes tun, geht darüber hinaus! Das ist mehr als Gleich mit Gleich vergelten oder sich gegenseitig die Hände waschen.

Nicht richten, verurteilen, beurteilen erspart Streit. Recht haben wollen bringt Feindschaft.

Großzügig hergeben und verleihen schafft Freundschaft.

Richtig so, sagt ihr. Aber morgen kann euer Verhalten wieder auf die Probe gestellt werden.

„Idiot“ schrie ein Autofahrer den Radfahrer an, der ihm in die Quere fuhr. „Schönen Gruß an ihre Frau“ antwortete der.  

Aber Feindesliebe, Friedenstiften, Versöhnung sind auch Aufgaben der Gesellschaft. In diesen Tagen wird erinnert an das Ende des ersten Weltkriegs, die Zerstörung der Synagogen 1938 und den Zusammenbruch der DDR 1989. Ich erinnere mich noch an Begegnungen mit Franzosen 1945. Sie waren „Erbfeinde“. Statt gegenseitig Schuld vorzuwerfen, wurde um Vergebung gebetet. „Vater vergib“ ließ der Pfarrer der zerstörten Kathedrale von Coventry schon 1945 an die Ruine malen. Pfarrer hatten 1989 in der DDR die Kirchen für Friedensgebete geöffnet und nachher an „runden Tischen“ mit den bisher Verantwortlichen und den neuen Parteien um ordentlichen Neubeginn verhandelt. Ohne dass Rache geübt wurde. So ist es auch in Südafrika und in Burundi zu einigermaßen Frieden nach Bürgerkriegen gekommen.

Betet, dass diese Richtlinien zu Frieden und Versöhnung überall angewendet werden. In der UNO, China, Hong Kong, Syrien, der Türkei, Indien und Pakistan. Dankt Gott für den Frieden in Äthiopien und Eriträa.

Ich habe erlebt: Sogar in der Politik kann man zusammen für das Gute arbeiten, ohne bei verschiedenen Meinungen zu Feinden zu werden! – Dann könnt auch Ihr das in Familie, Nachbarschaft, Beruf und auf der Straße!

Und warum sollt Ihr das?

Weil Euer Vater barmherzig ist und damit ihr „Kinder des Höchsten“ sein werdet. (Verse 35 und 36).

Amen.    

 

Lesungen: Römer 8, 18-25: Die Welt wartet auf die Kinder Gottes!

Lukas 17,20-24 Das Reich Gottes ist ganz nah!

Wochenspruch: Selig sind die Frieden stiften, denn sie werden Gottes Kinder heißen Matthäus 5,9

Der Weltkirchenrat bittet in dieser Woche für die Menschen in Neuseeland und Australien zu beten..

                                                 Frieden und Freude  wünscht Euer Gerhard Leiser

 

Nachbemerkung: An den „Mauerfall“ vor 30 Jahren wird in Berlin und im Fernsehen erinnert. Für mich  war er ein unerwartetes Wunder, für das man auch Gott danken sollte und nicht nur den Handelnden..

8.11.19 22:08, kommentieren