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Gerhard Leiser Pfarrer in Ruhestand n Karlsruhe 

Verantwortet CHRISTEN-IN-VERANTWORTUNG Gruppe Karlsruhe

lädt zum Pfarrseniorenkonvent Karlsruhe ein

schickt Gedanken zum Predigttext als Sonntagsgruß nach Krasnodar

nimmt an politischen Veranstaltungen teil, wenn Wetter und zeit es erlauben. Diskutiert gern. Vor allem mit Jungen.

Alter: 90
 


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Liebe ist grenzenlos.

Ich glaube; hilf meinem Unglauben! (Markus 9, 24. Jahreslosung 2020)                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                             Auf das Sterben Jesu bereitet der Palmsonntag vor: Mit grünen Zweigen können wir uns im Gottesdienst begrüßen. Prozessionen auf der Straße gehen nicht. Aber an das Leiden und das Sterben Jesu wollen wir in dieser Woche erinnern und dabei an das Leiden und Sterben dieser Zeit.

Liebt Ihr Jesus? Der Predigttext Markus 14,3-9 erzählt von einer Frau, die Jesus maßlos liebt.

Vorher wird berichtet: Die Regierenden überlegen wie sie Jesus ohne Aufsehen beseitigen können.

Anschließend wie der Jünger Judas ihn in ihre Gewalt bringen kann.

Am Mittwoch vor Karfreitag ist Jesus bei einem Simon. Es wird nicht gesagt, ob er aussätzig ist oder war. Wenn er aussätzig ist, hat Jesus und die Jünger die strengen Regeln der Quarantäne nicht beachtet.

Eine Frau, leider wird der Name nicht genannt, schleicht sich unter die Essenden und salbt Jesus den Kopf. So wurde ein ehrwürdiger Rabbiner gesalbt oder ein König bei der Weihe. Hat sie ernst genommen, dass Jesus mit dem Tod rechnet? Und will ihm die letzte Ehre erweisen? Oder liebt und verehrt sie ihn? –

Jesus nimmt die Salbung mit dem luxuriösen Öl als Zeichen ihrer Liebe an. Er deutet sie aber auch als übliche Salbung eines Toten: Er weiß, dass er sterben wird. Später ist es ein Hinweis auf die Auferstehung. Weil er ja nicht mehr einbalsamiert werden konnte.

Sie liebte ihn. Jesus lässt sich das gefallen. Das sind wir nicht gewohnt: Wir haben Achtung und Ehrfurcht vor Jesus. Aber die in vielen Liedern, Bildern, Anbetungsgebeten, vor allem in andern Konfessionen ausgedrückte Liebe sind wir nicht gewohnt. Er ist ja auch nicht leiblich da. Aber wir können die Liebe dieser Frau nachfühlen. Jesus war auch ein Mensch mit Gefühlen!

Wie können wir unsere Liebe zu Jesus zeigen?

 „Arme habt ihr allezeit bei euch“. Denen könnt ihr Gutes tun. Jesus sagte auch: „Was ihr den Armen getan habt, habt ihr mir getan!“

Es ist gut, in der Passionszeit an die Armen und Leidenden in Eurer Stadt und der Welt zu erinnern und etwas zu tun. Mindestens mit Geld. Aber auch mit Anrufen, Briefen, Besuchen.

Nichts gegen die überschwängliche Liebesäußerung der Frau aus Bethanien. Zeigt auch Ihr eure Liebe zu Jesus. Dankt ihm für seine Worte und Taten. Das tat jene Frau in Bethanien. Aber vor allem für sein Sterben für uns und die Hoffnung auf das ewige Leben!

Jeder auf seine Weise. Wird Jesus auch durch Musik, Bilder, Ikonen, festlichen Raum und Kleidung, Liturgie, Dome geehrt? – Warum nicht! Aber am besten durch helfen, wo immer ihr könnt!

An das Zeichen der Liebe der Frau aus Bethanien dürfen wir erinnern. Und damit an den Tod Jesu am Kreuz als Zeichen der Versöhnung Gottes mit uns. Schöne Stimmung und Gefühle im Gottesdienst ist nicht alles. Auch nicht nur Gott und Jesus zu loben. Ihr sollt auf ihn hören in Predigt, Stille, der Bibellese. Das kann man allein.  

Jesus musste sterben. Er bereitete sich und die Jünger darauf vor.

Bereitet euch in der  Passionszeit auch auf euer Sterben vor:

Bringt in Ordnung, was ihr in Ordnung bringen könnt. Schließt Frieden. Liebt einander. Auch wenn wir uns nicht umarmen , küssen und Abendmahl feiern sollen. Singen und Loben dürfen wir.

Wie Wilhelm Busch vom Vogel auf dem Leim sagt: Der pfeift, obwohl er weiß, dass der Kater ihn frißt, „der Vogel scheint mir hat Humor“.  Und wenn wir angesichts der Pandemie keinen Humor mehr haben, so haben wir doch den festen Glauben, dass die Liebe Gottes uns immer sicher ist. Auch im Sterben. Wie bei Jesus. Also lasst uns fröhlich Gott loben, solange wir können. Amen.

 

Gebetet wird nach dem ökumenischen Kalender in der kommenden Woche für die Menschen in Bulgarien, Ungarn, Rumänien und alle schwer Betroffenen durch das Virus, besonders in den armen Ländern.

 

Lesung: Philipper 2, 5-11 ein Loblied auf Jesus.

Johannes 12,12-19 vom Einzug in Jerusalem mit grünen Zweigen.

Ich wünsche Euch allen einen gesegneten Sonntag – gesund, in Ruhe und Frieden.

Euer Gerhard Leiser

Nachtrag: Gemeinden stellen Onlinegottesdienste mit Predigt, Gebeten, Solochoral, Orgel in YouTube. Oder schicken die Predigt per Email oder Post, oder machen eine Telefonkonferenz. Erfreulich die Hilfsbereitschaft von Geschäften und Nachbarn. Manche Nachbarn entdecken sich. Nach der Pandemie wird vieles anders sein, auch in den Gemeinden….

2.4.20 12:38, kommentieren

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Alles wird sich ändern. Auch für uns!

Der Text zum Sonntag Judica (Gott schaffe mir Recht – Psalm 43,1) aus dem 13. Kapitel des Hebräerbriefs (12-14)  erklärt den Tod Christi der frühen Gemeinde. Sie kannten und lebten noch in den jüdischen Traditionen: Am Versöhnungstag wurde vom Hohenpriester symbolisch die Schuld des vergangenen Jahres und des ganzen Volks einem Ziegenbock aufgelegt. Er wurde er dann in die Wüste gejagt. Der Sündenbock trägt die Schuld. So nimmt Jesus wie der Sündenbock die Schuld der Menschheit auf sich; nicht in der Wüste, aber draußen vor dem Tor, auf Golgatha. Den Kreuzigungsplatz wie später den Galgenplatz mied man. Aber genau an das Kreuz, das Zeichen der Schuld und Strafe soll die Gemeinde in Gedanken hingehen! Widersinnig eigentlich, dass das Kreuz Schmuckstück und Ehrenzeichen aus Gold oder Silber wurde.    .

Für uns heute kann das bedeuten:

1. Lasst euch nicht durcheinander bringen! Von neuen religiösen, politischen, gesellschaftlichen Neuerungen und Theorien! – Auch nicht von wirtschaftlichen, gesundheitlichen, pädagogischen Ratschlägen.

Vergleicht alles an der biblischen Lehre und Überlieferungen! Behaltet ein „festes Herz“! So steht es vorher in den Versen 9-10! Erinnert euch an das gute Alte! –  Aber

2. Geht hinaus! Christus ist draußen vor der Stadt gestorben. Geht unter die Menschen: dahin wo gelitten, gekämpft, gestorben wird. Im Gottesdienst sind wir unter uns. Da feiern wir. Da lassen wir uns vorbereiten.

Aber dann gehen wir hinaus in die Welt, die Nachbarschaften, die Geschäfte, die Politik. Dort sollen wir sagen: Weil Jesus gestorben ist, kann jetzt Friede sein!

Die Menschen brauchen Orte der Ruhe und Stille. Tempel, Heiligtümer wurden dafür gebaut. Auch Kirchen dienen nicht nur der Versammlung der Gemeinde. Jetzt sind sie nur zur stillen Andacht und Gebet geöffnet. Aber wir dürfen uns nicht ins Privatleben und die private Frömmigkeit zurückziehen. Telefon und Internet erlauben uns heute trotz Ausgangssperre Kontakte nach draußen.

3. Tragt Jesus in die Welt hinaus! In manchen Ländern gehen die Christen am Palmsonntag oder Karfreitag mit einem Kreuz auf die Straßen. Sagen so der Stadt: Gott will Frieden! Weil Jesus gestorben ist, könnt auch ihr Schuld vergeben! Und auch eure Schuld ist vergeben!

4. Ertragt es, wenn Ihr ausgelacht oder verspottet werdet! In vielen Ländern werden Christen sogar umgebracht, weil sie Jesus als Herrn bekennen.

5. Diese Welt wird sich verändern. Nichts wird so bleiben, wie es ist, sagen die Zukunftsforscher. Wir wissen, dass dieses Leben nicht das Ende ist. Das ewige Leben ist unsere Ziel und Hoffnung. Darauf bereiten wir uns vor. Und stellen uns den Aufgaben, die wir noch haben.  

Lebt schon jetzt die neue gesellschaftliche Ordnung. So übersetze ich die „zukünftige Stadt“.

In der wir wie Jesus einander dienen. Und wie Jesus bereit sind, Verantwortung zu übernehmen und den Kopf hinzuhalten. Wir halten uns nicht aus allem heraus! Wir sind bereit, Verantwortung zu übernehmen. Das heißt immer auch Schuld zu übernehmen. Jemand muss doch der Sündenbock sein!

Wenn ihr das tut, seid ihr in guter Gesellschaft: in der Gesellschaft Jesu.

Bleibt in der Passionszeit nicht unter Euch! Und benutzt die Kontaktmöglichkeiten, die ihr habt! Amen.

 

Mit der Christenheit bitten wir für die Menschen in Albanien, Kroatien, Serbien, Bosnien, Slovenien und den anderen Länder des Balkan.

 

Lesung 1. Mose 22, 1-14: Aber Jesus wurde als einmaliger Sohn Gottes geopfert!

Markus 10, 42-45 (Jesu gibt sein Leben für uns als Zeichen der Versöhnung)

Mit herzlichen Grüßen – Euer Gerhard Leiser

 

Nachbemerkung: Muntere Gemeinden erfinden neue Gottesdienstformen für das Internet, fbook, YouTupe oder schreiben Briefe und benutzen das Telefon,- wie ich das in Russland erlebt habe. Aber sagt dann auch ein gutes Wort wie die Tages-oder die Jahreslosung… Der Flug nach Russland ist gestrichen. Einige Geburtstage wurden ohne Besuche gefeiert. Aber noch bei guter Gesundheit.

26.3.20 13:03, kommentieren