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Über

Gerhard Leiser Pfarrer in Ruhestand n Karlsruhe 

Verantwortet CHRISTEN-IN-VERANTWORTUNG Gruppe Karlsruhe

lädt zum Pfarrseniorenkonvent Karlsruhe ein

schickt Gedanken zum Predigttext als Sonntagsgruß nach Krasnodar

nimmt an politischen Veranstaltungen teil, wenn Wetter und zeit es erlauben. Diskutiert gern. Vor allem mit Jungen.

Alter: 90
 


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Warum gibt es Leiden, wie z.B. Kriege

Am 1. September wollte in den Gottesdiensten auch an den Beginn des 2. Weltkriegs gedacht werden. Das kann auch in der Predigt geschehen.

Warum müssen Menschen leiden? Das ist die Frage des Predigttextes zm 11. Sonntag nach Trinitatis aus dem Buch Hiob 23,1-17 und auch von uns.

In 43 Kapiteln wird diese Frage von Hiob und drei Freunden diskutiert. Sie besuchen den Kranken, der Gesundheit, Vermögen und Kinder verloren hat. Du hast die Gebote der Nächstenliebe nicht erfüllt, hatte ein Freund vermutet. Dagegen wehrt er sich:: Ich bin auf Gottes Wegen gegangen und übertrat sein Gebot nicht! (Verse 10-12)

Gott hat es so beschlossen. Er macht was und wie er will. Ich fürchte, dass es noch schlimmer kommt. Ich habe keinen Mut mehr (Vers 15 und 16).

Gefragt und geklagt habe ich genug. Aber er antwortete nicht. Ich weiß auch nicht, ob er meine Klagen überhaupt hört. Wo ist er überhaupt? (Vers 3)

Warum hast du mir das alles getan, obwohl ich immer das Gute getan habe?

Ich weiß doch, dass du mich erlösen könntest, dass Du irgendwo und irgendwie lebst? (Kap 19,25).

Dass Du allmächtig bist: das sehe ich in der Schöpfung, der Welt, den Tieren und Pflanzen.

Ich weiß doch, dass die Furcht vor Dir, der Anfang alles Wissens ist (Kap 18,28)!

Wir fragen auch so.

Wenn es uns dreckig geht. Dann lehrt Not beten. Aber auch wenn wir von Überschwemmungen, Kriegen, Hungersnöten, Gewalt und Willkür hören?

Warum hat er zugelassen, dass die Kaiser den ersten Weltkrieg begannen und Hitler vor heute 80 Polen überfiel?

Es gibt viele Antworten: selber schuld, andere sind schuld, wir sind in der Schöpfung nur Randfiguren, wir sind zu dumm für die Geheimnisse des Lebens und Ziel und Zweck der Welt.

Gott testet uns, ob wir ihn lieben und gehorchen. Wenn nicht, spüren wir die Folgen. Der Versucher darf uns versuchen (So in Hiob 1!). Goethe nimmt im Drama „Faust“ diese Idee auf. Darüber lohnt sich aber nachzudenken, ob Gott selber „in Versuchung“ führt, wie wir im Vaterunser beten. Das entspricht dem Buch Hiob. Aber das Reden vom „lieben“, „guten“ „allbarmherzigen“ Gott, der uns immer mit seinen Engeln behütet, ist zu einfach.

Keine dieser Antworten beruhigt.

Wir wissen es nicht, sollten wir ehrlicherweise sagen.                                                                               

Erfahrungen Leidender können weiter helfen: Wie viele Berichte von Überlebenden aus KZs, dem Kriege oder dem Gulag. Den „Sinn des Lebens“ hatte der Psychiater Viktor Frankl im KZ gefunden.

Alexander Solschenizyn verzweifelte nicht beim Schreiben des Archipel Gulag. War Gott in Auschwitz? Ein Rabbiner schrieb „Ja“. Dietrich Bonhoeffer im Gefängnis: erwartet, „von guten Mächten wunderbar geborgen erwarten wir getrost, was kommen man“. Jesus betete am Kreuz mit Psalm 22 „Mein Gott warum hast du mich verlassen…ich rufe und du antwortest nicht“. Paulus, der viel erlitten hatte, schreibt (Römer 8, 3-4) Bedrängnis bringt Geduld, Geduld Bewährung, Bewährung Hoffnung …und am Ende Liebe.

Aus dem (alten) Gesangbuch dazu: „Leiden macht das Wort verständlich. Leiden macht in allem gründlich. Leiden, wer ist deiner wert? Hier heißt man dich eine Bürde, droben bist du eine Würde, die nicht jedem widerfährt.“ (EKG 305,7)

Auch über Behinderte und deren Betreuer können wir so denken und von ihnen lernen.

Und wenn es uns gut gegangen ist und gut geht? Dann brauchen wir nicht das Elend anderer „leihen“, sondern sollen aus vollem Herzen Gott für die Güte, Gaben und Bewahrung danken, die wir viele Jahre genossen haben.

Am Schluss des Buches Hiob bekommt er alles reichlich wieder und stirbt „alt und lebenssatt“. Damit sind unsere Fragen nach dem „warum“ von Leid und Tod nicht beantwortet! - Lasst das Fragen! Das kann man von Hiob lernen. Amen. Euer Gerhard Leiser

 

Lesungen: Epheser 2, 4-10: gerettet aus Gnade zu guten Taten!

Lukas 18, 9-14 Auch ich brauche Vergebung

Betet nach dem ÖKR für die Menschen in Benin, Elfenbeinküste, Togo.

Wochenspruch: Gott widersteht den Hochmütigen, aber den Demütigen gibt er Gnade. 1. Petrus 5,5

Nebenbei: Entschuldigt den Tippfehler letzte Woche: Hätte Markus 12 statt 10 sein sollen! An den 1.9.1939 erinnere ich mich genau. Junge Leute aus Osteuropa pflegten zwei Wochen Kriegsgräber auf dem Hauptfriedhof. Sie fragten danach.

Gerhard Leiser, Pfr.i.R.                                   76139 Karlsruhe, den 28.8.2019

    Tel. 0721-67630

                                                                                                            E-mail GerhardLeiser@web.de

                                                                                                  Suche Frieden und jage ihm nach!

.                                                                                                                         (Psalm 34,15 Jahreslosung 2019

Liebe Lidija,  lieber Wlad, liebe Olga, und alle Freunde:

Warum müssen Menschen leiden? Das ist die Frage des Predigttextes zm 11. Sonntag nach Trinitatis aus dem Buch Hiob 23,1-17 und auch von uns.

In 43 Kapiteln wird diese Frage von Hiob und drei Freunden diskutiert. Sie besuchen den Kranken, der Gesundheit, Vermögen und Kinder verloren hat. Du hast die Gebote der Nächstenliebe nicht erfüllt, hatte ein Freund vermutet. Dagegen wehrt er sich:: Ich bin auf Gottes Wegen gegangen und übertrat sein Gebot nicht! (Verse 10-12)

Gott hat es so beschlossen. Er macht was und wie er will. Ich fürchte, dass es noch schlimmer kommt. Ich habe keinen Mut mehr (Vers 15 und 16).

Gefragt und geklagt habe ich genug. Aber er antwortete nicht. Ich weiß auch nicht, ob er meine Klagen überhaupt hört. Wo ist er überhaupt? (Vers 3)

Warum hast du mir das alles getan, obwohl ich immer das Gute getan habe?

Ich weiß doch, dass du mich erlösen könntest, dass Du irgendwo und irgendwie lebst? (Kap 19,25).

Dass Du allmächtig bist: das sehe ich in der Schöpfung, der Welt, den Tieren und Pflanzen.

Ich weiß doch, dass die Furcht vor Dir, der Anfang alles Wissens ist (Kap 18,28)!

Wir fragen auch so.

Wenn es uns dreckig geht. Dann lehrt Not beten. Aber auch wenn wir von Überschwemmungen, Kriegen, Hungersnöten, Gewalt und Willkür hören?

Warum hat er zugelassen, dass die Kaiser den ersten Weltkrieg begannen und Hitler vor heute 80 Polen überfiel?

Es gibt viele Antworten: selber schuld, andere sind schuld, wir sind in der Schöpfung nur Randfiguren, wir sind zu dumm für die Geheimnisse des Lebens und Ziel und Zweck der Welt.

Gott testet uns, ob wir ihn lieben und gehorchen. Wenn nicht, spüren wir die Folgen. Der Versucher darf uns versuchen (So in Hiob 1!). Goethe nimmt im Drama „Faust“ diese Idee auf. Darüber lohnt sich aber nachzudenken, ob Gott selber „in Versuchung“ führt, wie wir im Vaterunser beten. Das entspricht dem Buch Hiob. Aber das Reden vom „lieben“, „guten“ „allbarmherzigen“ Gott, der uns immer mit seinen Engeln behütet, ist zu einfach.

Keine dieser Antworten beruhigt.

Wir wissen es nicht, sollten wir ehrlicherweise sagen.                                                                               

Erfahrungen Leidender können weiter helfen: Wie viele Berichte von Überlebenden aus KZs, dem Kriege oder dem Gulag. Den „Sinn des Lebens“ hatte der Psychiater Viktor Frankl im KZ gefunden.

Alexander Solschenizyn verzweifelte nicht beim Schreiben des Archipel Gulag. War Gott in Auschwitz? Ein Rabbiner schrieb „Ja“. Dietrich Bonhoeffer im Gefängnis: erwartet, „von guten Mächten wunderbar geborgen erwarten wir getrost, was kommen man“. Jesus betete am Kreuz mit Psalm 22 „Mein Gott warum hast du mich verlassen…ich rufe und du antwortest nicht“. Paulus, der viel erlitten hatte, schreibt (Römer 8, 3-4) Bedrängnis bringt Geduld, Geduld Bewährung, Bewährung Hoffnung …und am Ende Liebe.

Aus dem (alten) Gesangbuch dazu: „Leiden macht das Wort verständlich. Leiden macht in allem gründlich. Leiden, wer ist deiner wert? Hier heißt man dich eine Bürde, droben bist du eine Würde, die nicht jedem widerfährt.“ (EKG 305,7)

Auch über Behinderte und deren Betreuer können wir so denken und von ihnen lernen.

Und wenn es uns gut gegangen ist und gut geht? Dann brauchen wir nicht das Elend anderer „leihen“, sondern sollen aus vollem Herzen Gott für die Güte, Gaben und Bewahrung danken, die wir viele Jahre genossen haben.

Am Schluss des Buches Hiob bekommt er alles reichlich wieder und stirbt „alt und lebenssatt“. Damit sind unsere Fragen nach dem „warum“ von Leid und Tod nicht beantwortet! - Lasst das Fragen! Das kann man von Hiob lernen. Amen. Euer Gerhard Leiser

 

Lesungen: Epheser 2, 4-10: gerettet aus Gnade zu guten Taten!

Lukas 18, 9-14 Auch ich brauche Vergebung

Betet nach dem ÖKR für die Menschen in Benin, Elfenbeinküste, Togo.

Wochenspruch: Gott widersteht den Hochmütigen, aber den Demütigen gibt er Gnade. 1. Petrus 5,5

Nebenbei: Entschuldigt den Tippfehler letzte Woche: Hätte Markus 12 statt 10 sein sollen! An den 1.9.1939 erinnere ich mich genau. Junge Leute aus Osteuropa pflegten zwei Wochen Kriegsgräber auf dem Hauptfriedhof. Sie fragten danach.

31.8.19 17:09, kommentieren

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Haben Sie noch Ziele?

Was ist Ihr Lebensziel? Der Predigttext aus dem Philipperbrief des Paulus 3,4-14 regt darüber zum Nachdenken an.

Paulus schreibt aus dem Gefängnis. Er hat mit dem Leben abgeschlossen: Am liebsten möchte er sterben (Kapitel 1, 23). Er hat nur noch ein Ziel: Bei Christus zu sein.

Sonst hat er keinen Ehrgeiz mehr. Genug hatte er erreicht: Erfolgreiches Studium, Ansehen und ein untadeliges Leben. Mist war das alles, sagt er jetzt. Von Christus wissen ist wichtiger und hilfreicher.

Der hatte ihn berufen. Er, den er verfolgt hatte.

Nur von Christus will er noch mehr verstehen. Und ihm ähnlich werden, wenn er leiden muss. Und dann möchte er auferstehen wie Jesus.

Noch fehlt es ihm am Glauben und Verständnis. Er fühlt sich nicht vollkommen oder besser als die andern. Aber er bemüht täglich sich enger an Christus zu binden. Wie ein Läufer alle Kraft zusammen nimmt, will er dem „Ziel der himmlischen Berufung“ nachjagen und nicht aufgeben.

Was bedeutet das für uns?

1. Unsere Vergangenheit können wir vergessen. Mit unseren Leistungen und Erfolgen brauchen wir nicht anzugeben. Unsere Fehlentscheidungen und unser Versagen sind auch nicht wichtig. Wichtig ist sich zu erinnern: Gott ist Dir gut, liebt dich und vergibt dir deine Sünden!

2. Früher mögen wir andere Ziele gehabt haben. Die waren auch wichtig. Je älter wir werden, ist nur ein Ziel wichtig: Was wünsche ich mir noch? Festen Glauben, dass nach diesem Leben die Auferstehung ins ewige Leben kommt.

3. An diesem Vertrauen fehlt es uns immer noch. Natürlich zweifeln wir manchmal. Darin können wir immer noch wachsen: An Glaube, Hoffnung, Liebe. Vollkommene Christen werden wir nie sein. Noch sind wir auf dem Weg und wissen nicht, was noch passieren kann.

4. Deshalb wollen wir alle Kräfte und Zeit zusammen nehmen und uns auf das Ziel vorbereiten: Durch Bibellesen, Beten – allein und mit andern-, Aufräumen und in Ordnung bringen, was liegen geblieben ist, unsern Kindern und Enkeln weitergeben, was wir an Erfahrungen und Besitz haben und auch jeden Tag Gott loben und danken, dass wir ihn erleben.

Angela Merkel wurde gefragt, was sie sich wünscht, was nach ihrem Tode  über sie geschrieben werden sollte: „Sie hat sich bemüht“ (wie schon Willy Brand sagte).

So wollen wir uns bemühen, nach unserer „himmlischen Berufung“  zu leben. Mit ganzer Energie. Wie ein Leitungssportler. Den Paulus sich hier und im 1. Korintherbrief (9,24) als Vorbild nimmt. Schon im alten Griechenland war Sport beliebt. So wie wir das Praktizieren und Üben des Glaubens trainieren! Aber nicht als Kampf gegen die anderen, sondern nur um das eigene Überleben. Die Auferweckung zu Jesus soll der Siegespreis sein. Den wünschen wir vielen!

 

Lesungen: Jeremia 1,4-10 Berufen seid auch Ihr!

Matthäus 13,44-46 Welche Schätze sammelt ihr?

Betet nach der Liste des ÖKR für die Menschen in Liberia und Sierra Leone in Frieden nach Bürgerkriegen.

Wochenspruch: Wem viel gegeben ist, bei dem wird man viel suchen; und wem viel anvertraut ist, von dem wird man um so mehr fordern. Lukas 12,48

 

Euer Gerhard Leiser

 

Nebenbei: Die Explosion des „Burowestnik“ (Skyfall) in Seweredwinsk, die Spannungen zwischen USA und Iran, in Syrien, die Rüstungssteigerungen und die täglichen Nachrichten über die Zerstörung der Erde machen Sorgen. Beten ist sicher nicht genug.

16.8.19 19:10, kommentieren