Über

Gerhard Leiser Pfarrer in Ruhestand n Karlsruhe 

Verantwortet CHRISTEN-IN-VERANTWORTUNG Gruppe Karlsruhe

lädt zum Pfarrseniorenkonvent Karlsruhe ein

schickt Gedanken zum Predigttext als Sonntagsgruß nach Krasnodar

nimmt an politischen Veranstaltungen teil, wenn Wetter und zeit es erlauben. Diskutiert gern. Vor allem mit Jungen.

Alter: 90
 


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Blog

Barmherzigkeit muß praktisch werden!

 Seid barmherzig! Sagt Jesus nach dem Predigttext zum 4. Sonntag nach Trinitatis nach dem Lukasevangelium 6,36-42.

Barmherzig“ wird Gott in der Bibel sehr oft genannt. In den Psalmen wird der Barmherzige oft gelobt. Im neuen Testament kommt das Wort selten vor. Aber dafür das Wort Liebe. Barmherzigkeit ist eine Eigenschaft Gottes. Es ist die Liebe, mit der er uns zuerst geliebt hat. Es war Barmherzigkeit, den Abraham zu berufen und zu segnen. Er hatte nichts dazu getan.

So wie Er uns berufen hat. Aus barmherziger Liebe, nicht weil wir so brav waren. Diese Liebe Gottes ist etwas anderes als menschliche Liebe. Die ist gegenseitig.

Jesus möchte, dass wir wie Gott barmherzig sein sollen. Barmherzig wie euer Vater barmherzig ist! So wie der so genannte „barmherzige“ Samariter dem ausgeraubten Verletzten geholfen hat. Mache es auch so, wenn du den Willen Gottes erfüllen willst! Schließt Lukas das Gleichnis (Lukas 10).

Nicht richten sollt ihr. Tatsächlich machen wir das dauern. Wir beurteilen ständig unsere Mitmenschen. Die einen mögen wir, andere sind uns unsympathisch oder egal. Wir sollten genauer hinsehen. Braucht uns dieser Mensch?

Verurteilen sollen wir schon gar nicht. Wer sind wir schon, die andere verurteilen dürfen? Jeder hat doch mit seinen eigenen Fehlern und Schwächen zu tun! Und wir alle brauchen einander. Wenn nicht heute, dann vielleicht morgen. Und Gott allein urteilt am Ende.

Im Geben wird Barmherzigkeit praktisch. Der, der etwas hat, gibt dem, der nicht hat. Ohne die Hoffnung und die Absicht, es zurück zu bekommen. „Die linke Hand braucht nicht zu wissen, was die rechte gespendet hat“ (Matthäus 6, 3). Es heißt zwar, dass wir mit demselben Maß das zurück bekommen, was wir gegeben haben. Aber wir sollten das nicht so verstehen, dass z.B. das Geld zurück kommt, was wir gespendet haben.

Eine deutsche Pfarrerin in Jerusalem war bei einem Attentat verletzt worden. Ein frommer Jude brachte eine Spende. Er wollte seinen Namen nicht nennen und keinen Dank. Sonst ist es keine Gabe für Gott!

Wie oft geben wir ungefragt gute Ratschläge? Ratschläge sind auch Schläge, sagt ein Sprichwort. Besonders in Glaubensfragen, muss jeder seine Erfahrungen machen. Die kann man teilen. Darüber könnt ihr euch unterhalten und einander fragen. Wohl dem, der viel gelernt hat! Was das Leben lehrt, sind oft bittere Erfahrungen, Enttäuschungen und Leiden. Daraus könnt ihr Geduld und Hoffnung lernen. Wie Paulus Römer 5,4 schreibt.

Der Balken in meinem Auge ist mein Problem! Jeder soll sich doch um seine eigenen Fehler sorgen.

Leider kann ich oft den Balken in meinem Auge weder erkennen noch entfernen und brauche Hilfe. Geniert euch nicht Kritik zu erbitten!

Für die Diakonie wurde in der vergangenen Woche gesammelt. Vor 150 Jahren rief ein junger Pfarrer in Hamburg Johann Hinrich Wichern auf, sich auch um tätige Nächstenliebe zu kümmern. Daraus entstanden viele Einrichtungen der Barmherzigkeit, Kinderheime, Kindergärten, Krankenhäuser, Pflegeheime auch für geistig und körperlich Behinderte.  

Heute sind es die Bootsflüchtlinge im Mittelmeer und die Millionen von Flüchtlingen in einigen Ländern die auf Zeichen der Barmherzigkeit warten. Schön, dass die Kirchen hier auch etwas tun. Ihr könnt auch dazu helfen.

Der Evangelist Lukas schreibt ständig von den Armen und dass wir ihnen helfen sollen. Das ist lästig, aber nötig. Damit der Glaube lebendig bleibt.

Gesegneten und fruchtbaren Gottesdienst wünscht Euer Gerhard Leiser

 

Lesungen: 1.Mose 50: Ein Beispiel für Versöhnung! Römer 12, 17-21 Habt mit allen Frieden!

Gebetet wird in dieser Woche für die Christen und Menschen in Dschibuti und Somalia mit chaotischen politischen Verhältnissen.  

Euer Gerhard Leiser

 

Nachwort: Die Johannesanstalten in Mosbach habe ich letzte Woche nach langer Zeit wieder besucht: Eine über 130 Jahre alte Einrichtung für Behinderte auf modernem Stand! 

12.7.19 17:44, kommentieren

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Gebt kein Geld für Unnötiges aus, wenn Ihr das Lebensnotwendige umsonst bekommt!

Kommt her: alles umsonst: Wasser, Wein Milch!  

So warb Jesaja nach dem Predigttext Jesaja 55,1-5 vor 2500 Jahren bei den Deportierten in Babel nach der Zerstörung Jerusalems. Sie lebten vermutlich nicht schlecht. Aber sie hatten keinen Tempel, konnten keine Opferfeste feiern. Nur Versammlungen mit Gebet, Liedern, Lesungen aus den alten Schriften. Gesiegt hatten andere Götter! Hungrig und durstig nach Hoffnung und Zukunft waren sie in der Fremde und der herrschenden Kultur. Aber: Gott wird immer bei euch sein. Er wird den Durst und den Hunger nach wahrem Leben stillen.

Dieser Bibelabschnitt stammt von einem Nachfolger des historischen Jesaja, der 700 Jahre vor Jesus wirkte. Er schreibt in seinem Sinne. Jesus und die erste Gemeinde haben diese Worte übernommen. Sie passen auch für unsere Zeit. In der viele auf der Suche nach Glück eine Menge Geld sinnlos für Sinnloses ausgeben.

Eine Erinnerung: 1945 hatten die Menschen Hunger. Gut und genug Essen war die erste Hoffnung. Dann sollten Kleider glücklich machen. Dann waren Reisen dann Auto, Haus, Familie, Freunde, Erfolg in Beruf und Sport oder Gesellschaft Ziele. Aber das alles stillt nicht den Hunger und Durst nach einem erfüllten, Leben. Im Geheimem wissen wir: Unser Leben hat ein Ziel. Solange wir das nicht erreicht haben, bleiben wir unzufrieden und nicht lebenssatt, zufrieden und glücklich.

Gott verspricht sinnvolles Leben. Macht satt. Er bietet euch die Hand: Haltet meine Gebote, und ich halte zu euch und es wird euch gut gehen. Und ihr werdet eine neue Heimat finden.

Ich biete euch einen Vertrag an, einen Bund oder ein Bündnis. Das Angebot gilt allen Völkern. Seit Pfingsten wird er allen Völkern angeboten. So wurde erfüllt, was Jesaja voraussagte.

So lud auch Jesus ein. Er wurde Davids Sohn genannt und nannte sich selbst so. Durch ihn gilt Gottes Bund mit David auch Euch! Kommt her Ihr Mühseligen und Beladenen!  Ich helfe, stärke, versorge euch.

In der Taufe hat er Euch Leben, ewiges Leben, glückliches Leben versprochen. Umsonst! Gott hält den Bund, auch wenn ihr ihn nicht halten solltet!

Bei ihm treffen wir andere Mühselige und Beladene. Aber auch die, die ihm nachfolgen. Sie helfen sich gegenseitig. Gemeinde wird Gemeinschaft zur gegenseitigen Hilfsgemeinschaft.  

Ganz umsonst ist das Angebot nicht. Aber es ist ein anderes Leben wie das Leben vieler. Denen es um Essen, Trinken, Geld geht. Es ist Leben mit Jesus. In seiner Nachfolge. Es macht Spaß, womit ich das „selig“ aus den Seligpreisungen Matthäus 5 übersetzen will.

Es gibt schon viele Menschen, die wissen, wofür es sich zu leben lohnt. In den Kirchen und auch außerhalb. Zum Beispiel als „Ärzte ohne Grenzen“, Mitarbeiterinnen in der Pflege, Besucher bei Kranken, Spender für „Brot-für-die-Welt“, Teilnehmer an Gottesdiensten, Bibelstunden, Gebeten, in den Parteien und Gruppen von Ehrenamtlichen. Wenn Ihr dazu gehört, sagt es weiter!

Kommt, wenn Euer Lebenshunger und Durst nach Glück noch nicht erfüllt ist! So wie Jesaja wie ein Marktschreier ruft: „Alle die ihr durstig seid, kommt“! Kommt in die Gemeinden. Christus ist mit seinem Geist dort und lädt auch heute ein „Kommt her zu mir, die ihr mühselig und beladen seid; ich will euch erquicken!“

Und kommt, wenn Ihr wie Jesaja und Jesus den Lebensdurstigen etwas sagen könnt!

Wie Jesus der Auferstandene nach der Offenbarung (21,6) sagt: „ich will dem Durstigen geben aus der Quelle lebendigen Wassers“! (Wie wir das letztes Jahr als Jahreslosung gehört haben.)

 

Weltweit wird in der kommenden Woche gebetet für Sudan (politisch im Umbruch), Südsudan (im Bürgerkrieg und Hungersnot), Uganda (arm, aber mit vielen Flüchtlingen)

Wochenspruch: Christus spricht: Kommet her zu mir alle, die ihr mühselig und beladen seid; ich will euch erquicken (Joh 3, 20).

Lesungen: Epheser 2, 17-22 Ihr seid Bürger m Reich Gottes: Ihr gehört dazu!

Lukas 14, 16-24 Eingeladen sind besonders die, die es nötig haben.

                                                                                                   Mit herzlichen Grüßen Euer Gerhard Leiser

 

Nebenbei: Wir hörten vom Kirchentag: Viele ließen sich die Hoffnungen auf Frieden, Gerechtigkeit und Bewahrung der Schöpfung sagen und feierten begeistert mal mit Vielen! Vertraut – und werft Euer Vertrauen nicht weg! Im Internet und Besuchern wollen wir mehr hören.

28.6.19 20:40, kommentieren