Über

Gerhard Leiser Pfarrer in Ruhestand n Karlsruhe 

Verantwortet CHRISTEN-IN-VERANTWORTUNG Gruppe Karlsruhe

lädt zum Pfarrseniorenkonvent Karlsruhe ein

schickt Gedanken zum Predigttext als Sonntagsgruß nach Krasnodar

nimmt an politischen Veranstaltungen teil, wenn Wetter und zeit es erlauben. Diskutiert gern. Vor allem mit Jungen.

Alter: 89
 


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Singen tut man viel zu wenig!

Cantate – Singet dem Herrn ein neues Lied – heißt dieser Sonntag. Der Predigttext aus der Apostelgeschichte (16,23-25) ermuntert dazu.

Vor einem Jahr war er nach der alten Ordnung der Predigttexte dran. Erinnert Ihr Euch an die Geschichte der ersten europäischen christlichen Gemeinde?

Singen ist ein Merkmal der christlich-jüdischen-evangelischen Tradition. Die Psalmen sind das Gesangbuch der Juden. Die Christengemeinde haben sie weiter gesungen. Bis heute. Dazu kamen immer neue Lieder und Melodien. Die Erneuerung der Kirche durch Martin Luther wurde wesentlich durch Lieder gefördert. Ständig kommen neue Lieder auch aus andern Ländern mit andern Melodien, Rhythmen und Instrumenten dazu. Jeder darf sein eigenes Lied laut oder leise singen. Hauptsache Du lobst und dankst Gott. 

Singt deshalb heute mehr als sonst. Auch auf Wunsch oder Kanons oder Taizé-Lieder!

Paulus und Silas im Gefängnis singen, weil sie nicht schlafen können, fest gebunden in einem Holzblock. Eingesperrt und geprügelt wurden sie, weil ein Sklavenbesitzer sauer war, weil Paulus seiner gegen Geld wahrsagenden Sklavin den Mund verbot, so dass sie gar nichts mehr sagte. Sie hatte ihnen ständig nachgerufen „Das sind Diener Gottes die den Weg zum Heil zeigen“, bis es Paulus zu viel wurde. Wegen Geschäftsschädigung kam Paulus in Haft.  

Die Gefangenen hörten das Singen der Loblieder. Vielleicht auch der Gefängnisdirektor. Singen von Lobliedern im Gefängnis ist selten. Dietrich Bonhoeffer und auch andere Christen haben in der Haft gesungen und Lieder gedichtet. „Von guten Mächten wunderbar geborgen..“ kam ins Gesangbuch. Auswendig sollte man einige Lieblingslieder können.

Gott hört ihr Singen! Sie hatten nicht um Befreiung gejammert! Und Gott greift ein. Ein Erdbeben.

Die Gefangenen fliehen nicht. Der Gefängnisdirektor staunt. Das sind keine Aufrührer! Er will von ihnen mehr hören.

Wie kann ich gerettet werden? Der Schreck des Erdbebens erschreckte in zu Tode. Wie kann ich so ruhig Leid und Schrecken hinnehmen? Und wer rettet mich vor dem Tod? – Den fürchteten die Menschen damals vielleicht mehr als heute.

Einfach die Antwort die Antwort des Paulus: Glaube an Jesus! Vertraue ihm! Wer ihm nachfolgt, bekommt das ewige Leben. Seit seiner Auferstehung wissen wir: Es gibt ein Leben nach dem Tod.

Er brauchte keinen langen Glaubensunterricht. Aber er hatte anscheinend etwas gehört, wie man sich für Christus entscheidet.

Er will er sich taufen lassen. Die Familie und Angestellten und Arbeiter gleich mit. Sie hatten alles mitbekommen.

So entstand in Philippi in Griechenland die erste Gemeinde in Europa. Mit der Paulus immer gut befreundet geblieben ist. Die Geschäftsfrau Lydia hatte ihn beherbergt. Sie war die erste Christin in Europa. Die er nach der Entlassung auch gleich besuchte                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                         .

Also singt, laut oder leise, schön oder gut gemeint, lasst euch vorsingen und singt gemeinsam wie es in der lutherischen Tradition im Unterschied zur orthodoxen Kirchen üblich ist. Wie Paulus im Epheserbrief (5,19) schrieb: Ermuntert einander mit Liedern. Singet und spielet dem Herrn in euren Herzen!

 

Gebetet wird in dieser Woche weltweit für die Menschen in Madagaskar, Malediven, Mauritius, Seyschellen..

Lesungen: Kolosser 3,12-17 Singen gehört zum Gemeindeleben!  Lukas 19,37-49 Wo Jesus ist, wird gesungen!

Wochenspruch Singet dem Herrn ein neues Lied, denn er tut Wunder Psalm 98, 3                 

Mit herzlichen Grüßen Euer Gerhard Leiser

 

Nachtrag: Konfirmationen sind in vielen Gemeinden noch Tradition. Was sie heute lernen, weiß ich nicht. Bibelverse seien das Wichtigste. Wenn sie nur in der Gemeinde sich zuhause fühlen würden!

16.5.19 19:49, kommentieren

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Am Sonntag Jubilate darf man nochmal über die Auferstehung jubieren!

Neues ist durch Christus geworden: Darüber dürft ihr am Sonntag Jubilate immer noch in der Freude über Ostern jubeln! Das ist viel mehr als die Reden über die Weisheit im Predigttext Sprüche 8,22-36.

Die „Weisheit“ redet in dieser Sammlung gescheiter Sprüche aus der Zeit kurz vor Jesus. Allgemeine Weisheiten. Wie auch in Russland Sammlungen von Sprichworten beliebt sind. Ähnlich lehrten in dieser Zeit auch Philosophen in Griechenland und Ägypten. Gebildete Christen kannten solche Reden auch. Aber sie hatten Neues zu sagen!

Von Anfang an: Der Geist Gottes schwebte über den Wassern, sagt der viel ältere Schöpfungsbericht 1. Mose 1! Johannes beginnt sein Evangelium mit dem Bekenntnis: Am Anfang war das Wort. Im Griechischen steht dafür das auch euch verständliche Wort „logos“. Das heißt „Weisheit“. Das was logisch ist. Und weiter bekennt er: Das „Wort“ ist gekommen! Wir haben es gehört und gesehen und verstanden: In Jesus ist das Wort Gottes. In ihm greifbar, verständlich, leiblich, menschlich. Nicht mehr allgemeines gescheites Geschwätz! So dürft ihr auch sagen: Jesus ist das Wort Gottes.

Eine Welt vor und über dieser Welt? Das ahnten die Menschen immer. Es gibt nicht nur das, was wir sehen und verstehen. Das sagen im Grunde alle Religionen. Menschliche Phantasie hat über Himmel, Hölle, die Zeit vor der Welt und die Zukunft und das Ende der Welt spekuliert. Am meisten über die Frage: was kommt nach dem Tod. Es ist auch richtig, darüber nachzudenken. Und nicht in den Tag hinein zu leben.

Drei Grundfragen stellen sich alle vernünftigen Menschen. Schon die Kinder mit 5 Jahren. Die Alten erst recht: Woher komme ich? Wozu lebe ich? Was ist nach dem Tod? Die letzte Frage beantworten die Sprüche nicht.

Hört auf das Wort Gottes! So verstehe ich den Vers 33: „Hört auf mich! Haltet meine Wege ein! Werdet vernünftig!“ In Jesu Worten ist das Wort ganz klar und verständlich. Folget mir nach! Meinem Beispiel. Wascht einander die Füße und nicht die Köpfe! Liebet einander und liebet auch die Feinde.

Wer mich findet, findet das Leben. (Vers 35). Wer Jesus findet, hat das richtige Leben gefunden. Die Seligpreisungen in Matthäus 5 zeigen wie man glücklich werden kann. Mehr als das: „selig“! (Matthäus 5,5-10). Haltet euch an diese Weisheiten. Einfach gesagt: Bilde dir vor Gott nichts ein. Sei mitleidig und sieh vor der Not der andern nicht weg. Dränge dich nicht vor. Tu das, was vor Gott recht ist und setze dich dafür ein.

Hilf so viel und so lange kannst. Sei absolut ehrlich und wahrhaftig. Jage dem Frieden nach. Nimm es hin, wenn da dafür ausgelacht wirst oder Prügel kriegst.

Das ewige Leben, von dem Jesus spricht, ist etwas anderes als das Leben, das die Weisheit findet (Vers 15) und das einem zu einem Gott „wohlgefälligen“ braven Mann macht. Bei dessen Beerdigung nur Gutes gesagt wird.  In jener Zeit glaubte man nicht an ein Leben nach dem Tod. Einige ahnten etwas davon. Seit der Auferstehung Jesu wissen wir das. Paulus wurde so direkt angesprochen, dass er meinte,  das allen Menschen sagen zu müssen. Auf dem Marktplatz von Athen redete er davon. Auf diesem Forum konnte jeder reden, der etwas sagen wollte. Als er auf sein Thema, die Auferstehung, kam, trennten sich die Zuhörer. In Spötter und Interessierte.

Wer auf Gott nicht hören will, verfehlt sein Leben. Er weiß nicht, wozu er lebt. Sein Leben wird sinnlos. Er zerstört alles. Da hat der Spruch Vers 36 recht. Unser Leben soll Frucht bringen! Wie der Weinstock gute Trauben bringen soll.

In der Bibel stehen Texte aus 1000 Jahren und von vielerlei Schreibern. Über alle kann man nachdenken. Für uns ist die Hoffnung auf die Auferstehung und das ewige Leben das Neue. Das uns immer wieder erneuert.

 

Lesung Apostelgeschichte 17, 22-34 Paulus kennt den lebendigen Gott!

Johannes 15, 1-8 Frucht bringen sollt ihr!

Psalm 66

Wochenspruch: Ist jemand in Christus, so ist er eine neue Kreatur; das Alte ist vergangen, sieh, Neues ist geworden. (2.Korinther 5,17).

Gebetet wird für Bangladesh, Nepal, Butan

 

Gesegneten Sonntag Euer Gerhard Leiser

 

Nachbemerkung: Das Flugzeug der Aeroflot verbrannte auf der Landebahn auf der wir gelandet und gestartet sind. Wir sind dabei, nachzuarbeiten und gute Beziehungen wieder zu pflegen. Da wir noch leben. Und das gut!

9.5.19 20:49, kommentieren