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Gerhard Leiser Pfarrer in Ruhestand n Karlsruhe 

Verantwortet CHRISTEN-IN-VERANTWORTUNG Gruppe Karlsruhe

lädt zum Pfarrseniorenkonvent Karlsruhe ein

schickt Gedanken zum Predigttext als Sonntagsgruß nach Krasnodar

nimmt an politischen Veranstaltungen teil, wenn Wetter und zeit es erlauben. Diskutiert gern. Vor allem mit Jungen.

Alter: 89
 


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Sündenbekenntnis und Vergebung sind nötig! Wenn man sich nichts vormacht!

GOTT ist Licht sagt der Predigttext aus dem 1, Johannesbrief (1,5-2,6) am 3, Sonntag nach Trinitatis.

Gegen alles Dunkle und Finsterne in der Welt, bei den Menschen und auch bei Euch!

Was und wer „GOTT“ ist, ist schwer zu beschreiben und zu erklären. Wie die Physiker das Licht schwer erklären können. Aber wir und die ganze Schöpfung leben vom Licht. So ist das auch mit GOTT.

So ist auch in der Bibel GOTT und Licht vom Anfang bis zum Ende immer zusammen. Das Licht steht am Anfang der Schöpfung. Psalmen und Propheten, besonders Jesaja, sprechen oft vom Licht, das Gott leuchten lässt. „In deinem Lichte sehen wir das Licht“ (Psalm  27, 1) „Der Herr ist mein Licht und mein Heil.“ (Psalm 36,10).

Jesus ist das Licht der Welt, sagt das Johannesevangelium immer wieder (Johannes 8,12).

An Ostern schien das Licht der andern Welt in diese Welt hinein.

Am Ende dieser Welt wird alles Licht sein, sagt die Offenbarung Johannes.

Wunderbar!

Aber die Finsternis in Euch ist Euer Problem und Eure Aufgabe. Auch ihr seid das Licht der Welt, sagte Jesus. „Seid“ nicht „sollt“. Wenn das nur so wäre! Sobald wir uns erst einmal Zeit nehmen, fällt uns genug Dunkles und Finsternes ein.

Deshalb ist im Gottesdienst immer auch ein Bekenntnis der Sünden am Anfang und etwas Zeit darüber nachzudenken. Für mich ist das ein Grund zum Gottesdienst zu gehen: Meine Schuld erkennen, bekennen, zusammen mit andern und ein Wort der Vergebung zugesprochen zu bekommen.

Sündenbekenntnis und Vergebung gehören zum Christenleben. Beides haben wir nötig. Die üblichen Wege, Probleme zu lösen, sind zu billig. „Entschuldigung“ sagen und Vergessen reicht nicht immer.

Das gilt auch für den Alltag und  die Politik. Ohne Sündenbekenntnis und Vergebung wird es zum Beispiel in Israel und der Ukraine keinen Frieden geben. Positive Beispiele könnten aus der deutschen Geschichte nach 1945 genannt werden: das Schuldbekenntnis der Vertreter der Evangelischen Kirche oder der Kniefall von Willy  Brandt im Warschauer Ghetto.

Jesus Christus ist das Zeichen der Versöhnung für alle und auch Eure Schuld.

Erlebte Vergebung  ermuntert, es besser zu machen und nicht in die alten Fehler zurückzufallen.  Der zurückgekehrte Sohn im Gleichnis wird jetzt anders leben. Bekehrte Schuldige haben oft viel Gutes bewirkt. Aus ihren Fehlern konnten andere lernen. Da haben sie einen Vorteil gegenüber denen, die glauben, nie schuldig geworden zu sein. „Gott liebt die groben Sünder“ soll Luther einmal gesagt haben.

Das Licht, das ihnen aufgegangen war, hat andere erleuchtet. Erlebte Liebe konnten sie weiter geben. Die erkannte Liebe Jesu hilft euch, sie weiter zu geben. Damit könnt ihr so leben, wie er gelebt hat.

Schön, wenn man nichts verbergen muss. Wenn Euer Leben ganz licht und klar ist!

Lasst euer Licht leuchten vor den Leuten“ sagte Jesus (Matthäus 5,16)!

 

Lesungen: 1.Timotheus 1, 12-17 Paulus bekennt sich als bekehrter Sünder!

Lukas 15, 1-3.11-32 Zwei Söhne, zwei Wege! 

Für die Menschen in Malawi und Sambia (zwei arme Länder!) sollen wir beten und für Israel, die Ukraine und Frieden in beiden Koreas!

Einen gesegneten Sonntag wünscht Euer Gerhard Leiser

 

Anmerkung:

Schön, wenn zwischen Nord- und Südkorea bald Schritte zu Frieden und Versöhnung gefunden werden!

Ein (weltlicher) großer Männerchor aus der Partnerstadt Nottingham sang in Konzert und Gottesdienst in der Stadtkirche, Städtepartnerschaften könnten Zeichen der Versöhnung sein. Vielleicht lassen sie sich wieder beleben?

Fußballspiele könnten es auch sein, aber ob sie das Verhältnis von Russland um Rest der Welt wirklich ändern?

Die Kirchen sollten vielleicht hier auch aktiver sein, lokal, national und international. Deshalb beten wir auch jeden Freitag um 12 Uhr das Nagelkreuzgebet von Coventry  (im Gesangbuch 810.4) „Vater vergib“.

14.6.18 12:38, kommentieren

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Fröhliche Pfingsten!

Fröhlich: weil Gottes Geist die Welt erfüllt, alle Christen, in allen Kirchen, in allen Kulturen, in allen Sprachen. Sie sind verschieden – aber ein Geist, ein Herr, ein Jesus Christus.

Verschiedene Blumen im Park sind schöner wie eine Sorte! Freut euch an der Vielfalt der Christenheit! Begründet, gewachsen sind die Vielen aus dem einen Boden: Christus!

Je  älter ich werde, desto weniger stören mich die von Menschen gemachten Unterschiede. Schön, wenn in manchen Städten die Kirchen an Pfingsten miteinander Gottesdienste halten! Und damit die Gebetswoche für die Einheit abschließen.

Lest die Pfingstgeschichte: Apostelgeschichte 2, 1-17, anstelle oder zusätzlich zum Evangelium Johannes 14,13-17).

Zum Predigttext aus dem 1. Korinherbrief 2,12-16:

1. Auch Ihr habt den Geist Gottes! Denkt nach, was euch Gott geschenkt hat. Ihr habt in der Hoffnung auf ewiges Leben bisher schon gelebt und erlebt, dass Liebe lohnt. Ihr habt euch nicht nach dem Geschwätz der Leute gerichtet. Nicht nach dem Geist der Welt! Wie ihr ihn im zum Beispiel aus dem Fernsehen hört.

2. Nehmt euch deshalb Zeit und denkt nach: Welchen Geist – welche Gesinnung – hatte Jesus?

Habe ich denselben Geist? – Was würde Jesus zu meinen Gedanken, Gefühlen, Ängsten und Sorgen und Hoffnungen sagen? – Das heißt, alles nach geistlichen Maßstäben beurteilen. Denn Ihr seid geistliche Menschen, nicht natürliche, sagt Paulus.

Das ist missverständlich: Natürlich bleiben wir natürlich, auf dem Boden dieser Welt und menschlich.

Bestimmen und begeistern lassen wollen wir uns aber vom Gott Gottes.

Wir haben jetzt andere Werte. Zur Zeit wird über „Werte“ diskutiert, die man verteidigen soll. Unsere Werte sind Glaube, Liebe, Hoffnung nach 1. Korinther 13,13. Richtet euch nach ihnen!.

3. Wir merken den Geist Jesu an den „Früchten“. Im Galaterbrief 5,27 werden sie aufgezählt: Liebe, Freude, Friede, Geduld, Freundlichkeit, Güte, Treue, Sanftmut, Keuschheit (oder Anstand). Daran erkennt man Christen. Das erwarten auch die andern Menschen von uns. Die wissen genau, wie ein Christ leben sollte!

4. Das darf begeistern. Es muss ja nicht durcheinander und laut zugehen wie bei manchen “wilden“ Pfingstlern. Aber etwas munterer wünsche ich mir manchmal die evangelisch-lutherischen Gottesdienste und mehr Beteiligung der Gemeindeglieder. Und auch mehr Spontanität. Jeder soll etwas zu sagen haben und sagen dürfen.

5. Menschlicher und göttlicher Geist sind verschieden. Menschliche Begeisterung bei Fußballspielen oder Liederwettbewerben? – Manchmal lustig, wie sonst ruhige Leute sich da begeistern können. Wir lassen uns von Jesus begeistern, seinem Vorbild, seinen Worten, seiner Hoffnung. Und auch von dem was Geist in Menschen wirkt.

6. Ich bin von Jesus begeistert. In seinem Geist möchte ich leben und sterben.

Und freue mich, wenn ich andere Menschen finde, die auch von Jesus begeistert sind.

Lasst euch begeistern an Pfingsten!

 

So feiert fröhlich Pfingsten!

 

Gebetet wird in dieser Woche weltweit für die Menschen auf den Inseln im indischen Ozean. Betet auch für Frieden in Israel, Palästina, Syrien und Iran.

Nochmal „Fröhliche Pfingsten!“

Mit herzlichen Grüßen Euer Gerhard Leiser

 

Nebenbei: Deutliche Worte zu Frieden, Versöhnung, Bewahrung der Schöpfung dürfen die Leiter der Kirchen zu Pfingsten sagen. Ich bin gespannt. Meistens ist Papst Franziskus am deutlichsten. Seid Ihr es auch! Erinnert an den Geis Jesu!

18.5.18 17:03, kommentieren