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Gerhard Leiser Pfarrer in Ruhestand n Karlsruhe 

Verantwortet CHRISTEN-IN-VERANTWORTUNG Gruppe Karlsruhe

lädt zum Pfarrseniorenkonvent Karlsruhe ein

schickt Gedanken zum Predigttext als Sonntagsgruß nach Krasnodar

nimmt an politischen Veranstaltungen teil, wenn Wetter und zeit es erlauben. Diskutiert gern. Vor allem mit Jungen.

Alter: 91
 


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Zur ökumenischen Bibellese 1. Könige 2, 1-12

Öffentlich
Zur ökumenischen Bibellese 1. Könige 2,1-12: Das soll der letzte Wille König Davids gewesen sein: Salomo soll im Dienste Gottes die Gesetze Mose achten? - So sah man das erst hunderte von Jahren später.
Die Tötung von Feldhauptmann Joab, Aufrührer Schimi und ältestem Stiefbruder Adonja werden wohl auf Salomos zurück zu gehen haben! Und die Thronbestiegung Salomos entsprach wenig der Tradition der Wahl durch die Stammesfürsten.
Es fehlt auch ein abschließendes Urteil über die lange Regierungszeit Davids. Das wird dem Leser überlassen.
Die Bibel beschreibt die Welt wie sie ist und beschönigt wenig.

13.6.20 11:44, kommentieren

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Teilen ist zu lernen!

Teilen sollen wir! Davon spricht der Bericht von der ersten Gemeinde in Jerusalem nach Pfingsten Apostelgeschichte  4,12-37, über den am 14.6. zu predigen ist.

Ein Herz und eine Seele war die erste Gemeinde: vereint in der Begeisterung über die Auferstehung  Jesu und die Freude an Pfingsten. Die Jünger, die in Jerusalem geblieben waren, trafen sich mit denen aus Galiläa, der Heimat Jesu und den Orten, wo er gepredigt hatte.

Jesus ist auferstanden, er lebt. In seinem Geist wollen wir jetzt leben und täglich weiter von ihm sprechen, mit ihm reden, ihm danken und singen. So treffen sich die Männer und Frauen, die später Christen genannt werden. Sie treffen sich im Tempel, nach Apostelgeschichte 2 (42-47). Dort ist genug Platz neben oder nach den Gebeten der Priester. Aber vor allem treffen sie sich in den Häusern, in überschaubaren Gruppen. Dort wird auch gegessen und geschlafen. Alles wird geteilt. Da vermutlich keine reichen Leute dabei waren, klappte das auch.

Die Apostel bezeugen immer wieder und vor allem die Auferstehung Jesu. Wenn das ewige Leben nach den Tod kommt, dann ist alles Irdische und vor allem kein Besitz mehr wichtig. Das Ende der Welt kommt sowieso bald und die Wiederkunft Christi und das Reich Gottes. Das das Leben hier ist nur noch Vorbereitung auf das ewige Leben.

Dann kann man auch die Erbgrundstücke verkaufen. Sie waren für Juden sonst unveräußerlich. Die weitere Zukunft interessiert nicht. Die himmlische Herrlichkeit ist wichtig.

Die Apostel haben eine neue Aufgabe: denen das Nötige zu geben, was sie brauchen: Kleider, Schuhe, Pflegemittel u.a. Gegessen wird ja zusammen.

Barnabas wird erwähnt, weil er später mit Paulus auf die erste Missionsreise nach Zypern ging, anscheinend nicht mehr im Tempel als Levit amtierte und in der Gemeinde in eine wichtige Rolle als Vermittler zwischen Juden und neuen Christen spielte. Er kann seinen Grundbesitz aufgeben: er will nur noch der Gemeinde dienen.

Über den sogenannten urchristlichen Kommunismus ist viel geschrieben worden. In der kleinen Gemeinschaft damals funktionierte er vermutlich eine Zeitlang. Versuche in der Geschichte scheiterten nach einiger Zeit. Auch die Bewegung der Kibbuzim in Israel. In Klöstern wird gemeinsames Leben bis heute gelebt.

Die Ideen der solidarischen Miteinander und Teilens wirkten weiter. In christlich regierten Ländern wird versucht, soziale Gerechtigkeit gesetzlich zu ordnen. Damit wird den Hilfe Bedürftigen das Nötige gegeben: den Kindern, Kranken, Behinderten, Alten. Im Laufe der Jahrhunderte sind auch durch das Vorbild der Christengemeinden die entsprechenden Gesetze entstanden.

Reiche Christen haben manchmal ihr Vermögen nicht ihren Kindern vermacht, sondern für einen guten Zweck oder gemeinsames Eigentum gestiftet. Ein Stück vom „Reich Gottes und seiner Gerechtigkeit“ wird damit verwirklicht. Die Früchte der Erde sollen allen Menschen zu Gute kommen.

Da bleibt noch viel zu tun.

Über Grundbesitz kann man diskutieren. Die Erde gehört uns nicht. Das Verhalten der ersten Gemeinde erinnert uns daran.

Teilen könnten wir auch Vermögen und Verdienst. In den USA lernte ich etwas davon: Einmal im Jahr sollten die Gemeindeglieder überlegen: Wie viel hast du verdient und wie viel für dich, deinen Lebensunterhalt, Familie, Vergnügen ausgegeben – und wie viel für Gott und die Gemeinde und Mission? Danach kannst Du entscheiden, was Du verteilen willst. Das ist die Frage jedes Einzelnen.

Teilen zwischen den reichen und armen Völkern ist heute eine Frage. Erst langsam verbreitet sich die Überzeugung, dass die Unterschiede nicht zu groß sein sollten. Es könnte böse Folgen haben, wenn in Krisen wie der Coronapandemie Erfahrungen und Hilfen nicht geteilt werden. .

Grundüberlegung bleibt: Jesus ist gestorben und auferstanden. Er lebt. Wir werden auch sterben. Das ewige Leben ist unsere Hoffnung! Daran sollen sich auch unser Umgang mit Geld und Gut richten!

Und die Erinnerung an die erste Gemeinde, die „ein Herz und eine Seele“ war soll auch uns ermuntern, Freude und Leid, Habe und Gut miteinander zu teilen. Amen.

 Lesungen: 1.Joh 4, 16b-21 Die Liebe ist das Kennzeichen der Gemeinde.

Lukas 16, 19-31 Teilen wäre richtig!

Weltweit wird in der kommenden Woche gebetet für Botswana Simbabwe.

Wochenspruch: Wer euch hört, der hört mich; und wer euch verachtet, der verachtet mich. Lukas 10, 16a

Mit herzlichen Grüßen Euer Gerhard Leiser

 

Nachtrag: Im Fernsehen und youtube gibt es mehr Gottesdienste als ich zeitversetzt ansehen kann. Aber selber die Bibel täglich zu lesen und einige Sätze dazu schreiben wurde noch wichtiger.

12.6.20 16:33, kommentieren