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Ihr seid Gottes Volk!

Wir sind Gottes Volk! Das dürfen und sollen wir sagen. Nach dem Predigttext für den 6. Sonntag nach Trinitatis aus dem 1. Petrusbrief 2,2-10.

Weil Ihr die Freundlichkeit Gottes geschmeckt habt. Von Jugend an. So wie ihr von der Mutterbrust die beste mögliche Nahrung damals als Baby getrunken habt. So habt doch auch ihr immer schon Trost, Hoffnung, Stärkung durch Gottes Wort gehört. Und Hilfe und Rat in der Gemeinde bekommen.

Was Muttermilch für ein Baby, ist für Christen das Wort Gottes. Jeden Tag in der Losung oder Lesung oder mündlich in einem freundlichen Wort der Nachbarin oder in einer Predigt ausgelegt. Wer täglich die Bibel liest, wird die Auslegung am Sonntag umso mehr schätzen.

Wachsen und Zunehmen in der Erkenntnis des Heils kann man das ganze Leben lang. Auch im Alter.

Ein Konfirmand hat andere Fragen als ein Erwachsener. Ein Christ lernt immer noch dazu. Wie unsere Zeit sich ändert und unser Leben. Großeltern haben andere Aufgaben als Eltern. Aber auch Lebenserfahrene müssen noch lernen. Das gilt auch für Christen.    

Lebendige Steine? Steine sind nicht lebendig und haben auch kein Herz. Aber wie aus Steinen ein Haus gebaut werden kann, so kann aus Menschen eine Gemeinde wachsen. Dazu sind wir berufen. Allein liegt ein Stein nur störend herum. Aber zusammen sind wir wie ein Tempel, ein „geistliches Haus“. Paulus vergleicht die Gemeinde mit einem Leib. (z.B. in 1. Korinther 12). Er hat viele Glieder. Sie brauchen einander. Sie wachsen miteinander. So soll eure Gemeinde ein offenes Haus sein: wo jeder kommen kann, jeder willkommen ist, gemeinsam Gott gelobt wird.

Grundstein oder Eckstein ist Christus. Das sagt Jesus von sich (Matthäus 21,42). Auf ihn sollen wir bauen und uns nicht an ihm ärgern. An ihm scheiden sich die Geister. Als er lebte und die Verantwortlichen ihn ablehnten. Seine Worte sind die Grundlage unseres Glaubens. Im Neuen Testament sollen wir sie immer wieder lesen und studieren.

Du darfst glauben: Du bist auserwählt. Von Geburt an. Du bist ein Kind Gottes. Gott hat dich mit Namen gerufen. Das wird bei der Taufe ausdrücklich gesagt.

Juden fühlten sich aus ausgewähltes Volk. Nicht besser als die andern Völker, aber besonders. Priester wurde man durch Geburt, als Nachkomme des Sohnes Joseph Levi. Petrus sagt der Gemeinde: Ihr seid auserwählt! Ihr seid auch Priester. Sogar königliche Priester! Und heilig seid Ihr. Das heißt Ihr gehört Gott. Ihr seid Gottes Kinder. Deshalb benehmt euch auch so, wie es sich für Königskinder gehört.

Euer Auftrag ist: Erzählt von den Wohltaten Gottes. Sagt, dass er euch ins Licht aus der Finsternis gebracht hat. Dass Ihr durch Christus auf das ewige Leben hofft und fröhlich in die Zukunft sehen könnt.

Petrus gebraucht ständig Bilder aus der jüdischen Bibel. Weil seine Gemeinden als gläubige Juden diese Bilder kannten. Aber er legt sie auf Jesus aus. Das Alten Testament wurde neutestamentlich ausgelegt.

Es wurde vieles neu. Aus Juden wurden Christen, könnte man sagen. Aber die Bezeichnung „Christen“ kam erst in Laufe der Zeit. Die ersten Gemeinden bestanden aus Juden. Aber Juden, die einen neuen Weg gefunden hatten. Jetzt zählte nicht mehr das Judesein, sondern der  Glaube an Christus. Wie Paulus schrieb: Ihr seid alle durch den Glauben Kinder Gottes in Christus Jesus. Hier ist nicht Jude noch Grieche….Ihr seid allesamt einer in Christus Jesus. (Galater 3,28). Man könnte auch bekennen: Hier ist nicht Russe oder Deutscher oder Kongolese: wir sind alle eins in Christus.  

Deshalb dürft Ihr bekennen: Wir Christen sind Gottes auserwähltes Volk. Wir sagen allen Leuten, wie gut er uns bisher geführt hat.

Darauf dürft Ihr sogar stolz sein: wenn auch nicht eingebildet, weil aus Gnade berufen. Auserwählt. Königlich. Priester.

Gottes Volk! Heute in der ganzen Welt verbreitet und wohl bekannt. Ihr könnt euch sehen lassen. Sogar wenn Ihr euch mit anderen Religionen vergleicht.

 

Lesung Römer 6, 3-8 Unsere Taufe verpflichtet! Matthäus 28,16-20: Weiter sagen: unser Auftrag!

In dieser Woche soll für die Republik Kongo, Gabun, Sao Paulo. Principe und Cap Verde gebetet werden: arme Staaten in Westafrika, die sich entwickeln wollen.

Wochenspruch: So spricht der Herr, der dich geschaffen hat: Fürchte dich nicht, denn ich habe dich erlöst; ich habe dich bei deinem Namen gerufen; du bist mein. Jesaja 43,1

Euer Gerhard Leiser

Nachtrag: Betet für Frieden in Iran, Syrien, der Ukraine wegen der Spannungen der Weltmächte. Für die Verantwortlichen in der Politik sollte in den Gottesdiensten immer gebetet werden. Mich freute, dass das von mir vor vielen Jahren vorgeschlagene ökumenische Gebet für den neuen Stadtrat in der Stadtkirche wieder stattfand.

26.7.19 15:47

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