Haben Sie noch Ziele?

Was ist Ihr Lebensziel? Der Predigttext aus dem Philipperbrief des Paulus 3,4-14 regt darüber zum Nachdenken an.

Paulus schreibt aus dem Gefängnis. Er hat mit dem Leben abgeschlossen: Am liebsten möchte er sterben (Kapitel 1, 23). Er hat nur noch ein Ziel: Bei Christus zu sein.

Sonst hat er keinen Ehrgeiz mehr. Genug hatte er erreicht: Erfolgreiches Studium, Ansehen und ein untadeliges Leben. Mist war das alles, sagt er jetzt. Von Christus wissen ist wichtiger und hilfreicher.

Der hatte ihn berufen. Er, den er verfolgt hatte.

Nur von Christus will er noch mehr verstehen. Und ihm ähnlich werden, wenn er leiden muss. Und dann möchte er auferstehen wie Jesus.

Noch fehlt es ihm am Glauben und Verständnis. Er fühlt sich nicht vollkommen oder besser als die andern. Aber er bemüht täglich sich enger an Christus zu binden. Wie ein Läufer alle Kraft zusammen nimmt, will er dem „Ziel der himmlischen Berufung“ nachjagen und nicht aufgeben.

Was bedeutet das für uns?

1. Unsere Vergangenheit können wir vergessen. Mit unseren Leistungen und Erfolgen brauchen wir nicht anzugeben. Unsere Fehlentscheidungen und unser Versagen sind auch nicht wichtig. Wichtig ist sich zu erinnern: Gott ist Dir gut, liebt dich und vergibt dir deine Sünden!

2. Früher mögen wir andere Ziele gehabt haben. Die waren auch wichtig. Je älter wir werden, ist nur ein Ziel wichtig: Was wünsche ich mir noch? Festen Glauben, dass nach diesem Leben die Auferstehung ins ewige Leben kommt.

3. An diesem Vertrauen fehlt es uns immer noch. Natürlich zweifeln wir manchmal. Darin können wir immer noch wachsen: An Glaube, Hoffnung, Liebe. Vollkommene Christen werden wir nie sein. Noch sind wir auf dem Weg und wissen nicht, was noch passieren kann.

4. Deshalb wollen wir alle Kräfte und Zeit zusammen nehmen und uns auf das Ziel vorbereiten: Durch Bibellesen, Beten – allein und mit andern-, Aufräumen und in Ordnung bringen, was liegen geblieben ist, unsern Kindern und Enkeln weitergeben, was wir an Erfahrungen und Besitz haben und auch jeden Tag Gott loben und danken, dass wir ihn erleben.

Angela Merkel wurde gefragt, was sie sich wünscht, was nach ihrem Tode  über sie geschrieben werden sollte: „Sie hat sich bemüht“ (wie schon Willy Brand sagte).

So wollen wir uns bemühen, nach unserer „himmlischen Berufung“  zu leben. Mit ganzer Energie. Wie ein Leitungssportler. Den Paulus sich hier und im 1. Korintherbrief (9,24) als Vorbild nimmt. Schon im alten Griechenland war Sport beliebt. So wie wir das Praktizieren und Üben des Glaubens trainieren! Aber nicht als Kampf gegen die anderen, sondern nur um das eigene Überleben. Die Auferweckung zu Jesus soll der Siegespreis sein. Den wünschen wir vielen!

 

Lesungen: Jeremia 1,4-10 Berufen seid auch Ihr!

Matthäus 13,44-46 Welche Schätze sammelt ihr?

Betet nach der Liste des ÖKR für die Menschen in Liberia und Sierra Leone in Frieden nach Bürgerkriegen.

Wochenspruch: Wem viel gegeben ist, bei dem wird man viel suchen; und wem viel anvertraut ist, von dem wird man um so mehr fordern. Lukas 12,48

 

Euer Gerhard Leiser

 

Nebenbei: Die Explosion des „Burowestnik“ (Skyfall) in Seweredwinsk, die Spannungen zwischen USA und Iran, in Syrien, die Rüstungssteigerungen und die täglichen Nachrichten über die Zerstörung der Erde machen Sorgen. Beten ist sicher nicht genug.

16.8.19 19:10

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