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Glaube UND Taten sind nötig!

Was macht glücklich? Darüber diskutiert der Predigttext Jakobus 2,14-26 am 18.Sonntag nach Trinitatis.

Wer`s glaubt wird selig! Oder glücklich. Wer was glaubt? – Dass uns Gott liebt, dass er unsere Schuld vergibt, dass er uns ewiges Leben schenkt. Dass er unsere Gebete hört und für uns sorgt und uns behütet. Dazu lesen wir die Bibel, singen Lieder und gehen zum Gottesdienst und lassen uns ermuntern. Aber das reicht nicht. Das ist nur Seelenmassage! Damit ist niemand sonst geholfen. Und viele brauchen Hilfe. Du hörst und liest von ihnen, wenn du die Bibel zumachst. 

Nur Taten machen glücklich! Danach leben viele und sie erleben auch: Eine gut vollendete Arbeit befriedigt. Und erst recht, wenn wir jemand helfen konnten. Wozu in die Kirche gehen? Ich muss mich von der Arbeit erholen. Denn dazu braucht es alle Kraft und Zeit.  Von meinem Einkommen spende ich regelmäßig. Ich helfe gern mit Werkzeug, Kenntnissen, Zeit, Kraft, dem Auto und meinen Koch-und Nähkenntnissen. Gute Taten erkennt Gott an. Wie es in Matthäus 25 steht: Hungernde speisen, Nackte kleiden und so weiter!

Zeigt einander euren Glauben und eure Taten! Fordert Jakobus auf. Das wäre das Letzte: Angeben mit seinem Glauben und mit seinen guten Werken? Mit frommem Reden und Beten wie der Pharisäer im Tempel (Lukas 18,11), mit seiner Bibel-und Liederkenntnis?

Das ist genau so falsch wie „Tu Gutes und rede darüber!“ Jesus sagt: Lass die rechte Hand nicht wissen, was die linke tut (Matthäus 6,3 und 4).

Beten  u n d  arbeiten! War die alte Regel der Mönche.

So haben die evangelischen Missionare gepredigt und gelehrt, aber zeigten auch wie Landwirtschaft und Handwerk gut wird. Auch heute hilft Brot-für-die-Welt, Ärzte und Krankenhäuser sogar in Ländern,  in denen Mission verboten ist. Das ist Verkündigung des Evangeliums durch Taten. Das wird verstanden! Auch wenn es durch humanitäre Organisionen geschieht.  

Aber es ist auch nicht gut, von seinem Glauben überhaupt nicht zu reden. Das muss man auch üben, genau wie ein Handwerk oder das Kochen.

Jakobus erinnert an zwei Vorbilder, bei denen Glaube und Tat zusammen passt:

Abraham. Er war bereit, seinen Sohn Isaak zu opfern. Er hätte auch an seinen Gehorsam in fremdes Land aufzubrechen oder seine Nachgiebigkeit seinem Neffen Lot erinnern können.

Oder die Prostituerte Rahab, von der letzten Sonntag zu predigen war. Sie rettete die Spione, weil sie glaubte, dass deren Gott größer und stärker als ihre Götter ist. tat das .

Gute Beispiele gibt es noch viele.

Albert Schweitzer hatte mit 30 Jahren genug Theologie studiert und gelehrt und gepredigt und ging als Arzt in den Urwald. Die Erfahrungen dort führten ihn wider Erwarten zur Theologie der „Ehrfurcht vor dem Leben“. Sie wird heute als „grüne“ Theologie wieder entdeckt. Wie sein bedingungsloses Eintreten für Frieden unvergessen ist.

Johann Hinrich Wichern, Friedrich von Bodelschwingh, Theodor Fliedner und ungezählt viele Frauen und Diakonissen haben Glaube und Liebe vorgelebt. Es waren sicher mehr Frauen als Männer.

Anscheinend brauchte die Gemeinde des Jakobus solche Mahnungen. Witwen und Waisen besuchen sei richtiger Gottesdienst (1,27), nicht dumm schwätzen (3,2), Frieden stiften (3,18), richtigen Lohn zahlen (5,1-5), Kranke besuchen und für sie beten (5,14).

Und wenn es euch gut geht: dann singt Lieder aus dem Gesangbuch (5,13)!

Das gilt doch euch heute? – Dass es euch gut geht wünscht euch euer Gerhard Leiser.

Eine Bemerkung noch: Martin Luther stellte diesen Brief an den Schluss. Ihm war Paulus mit seinem Bekenntnis „allein der Glaube, nicht die Werke“ vor allem wichtig. Heute könnte man diskutieren: ist Schutz der Schöpfung oder Predigt des Glaubens wichtiger? – Ich meine beides!

 

Lesungen: Epheser 5, 15-20 Wie viel Zeit hast du noch?

Markus 10,17-27 Glaube kann teuer werden!

Wochenspruch: Dies Gebot haben wir von ihm, dass, wer Gott liebt, dass der auch seinen Bruder liebe. 1.Joh 4,21

Der Weltkirchenrat bittet für Belize, Guatemala. Honduras und Mexiko (129 Millionen!) zu beten.

                                                                                      Friede wünscht Euer Gerhard Leiser

Nachbemerkung: Auch dieser Predigttext ist neu aber regt zum Gespräch an.

17.10.19 13:46

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