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Alles wird sich ändern. Auch für uns!

Der Text zum Sonntag Judica (Gott schaffe mir Recht – Psalm 43,1) aus dem 13. Kapitel des Hebräerbriefs (12-14)  erklärt den Tod Christi der frühen Gemeinde. Sie kannten und lebten noch in den jüdischen Traditionen: Am Versöhnungstag wurde vom Hohenpriester symbolisch die Schuld des vergangenen Jahres und des ganzen Volks einem Ziegenbock aufgelegt. Er wurde er dann in die Wüste gejagt. Der Sündenbock trägt die Schuld. So nimmt Jesus wie der Sündenbock die Schuld der Menschheit auf sich; nicht in der Wüste, aber draußen vor dem Tor, auf Golgatha. Den Kreuzigungsplatz wie später den Galgenplatz mied man. Aber genau an das Kreuz, das Zeichen der Schuld und Strafe soll die Gemeinde in Gedanken hingehen! Widersinnig eigentlich, dass das Kreuz Schmuckstück und Ehrenzeichen aus Gold oder Silber wurde.    .

Für uns heute kann das bedeuten:

1. Lasst euch nicht durcheinander bringen! Von neuen religiösen, politischen, gesellschaftlichen Neuerungen und Theorien! – Auch nicht von wirtschaftlichen, gesundheitlichen, pädagogischen Ratschlägen.

Vergleicht alles an der biblischen Lehre und Überlieferungen! Behaltet ein „festes Herz“! So steht es vorher in den Versen 9-10! Erinnert euch an das gute Alte! –  Aber

2. Geht hinaus! Christus ist draußen vor der Stadt gestorben. Geht unter die Menschen: dahin wo gelitten, gekämpft, gestorben wird. Im Gottesdienst sind wir unter uns. Da feiern wir. Da lassen wir uns vorbereiten.

Aber dann gehen wir hinaus in die Welt, die Nachbarschaften, die Geschäfte, die Politik. Dort sollen wir sagen: Weil Jesus gestorben ist, kann jetzt Friede sein!

Die Menschen brauchen Orte der Ruhe und Stille. Tempel, Heiligtümer wurden dafür gebaut. Auch Kirchen dienen nicht nur der Versammlung der Gemeinde. Jetzt sind sie nur zur stillen Andacht und Gebet geöffnet. Aber wir dürfen uns nicht ins Privatleben und die private Frömmigkeit zurückziehen. Telefon und Internet erlauben uns heute trotz Ausgangssperre Kontakte nach draußen.

3. Tragt Jesus in die Welt hinaus! In manchen Ländern gehen die Christen am Palmsonntag oder Karfreitag mit einem Kreuz auf die Straßen. Sagen so der Stadt: Gott will Frieden! Weil Jesus gestorben ist, könnt auch ihr Schuld vergeben! Und auch eure Schuld ist vergeben!

4. Ertragt es, wenn Ihr ausgelacht oder verspottet werdet! In vielen Ländern werden Christen sogar umgebracht, weil sie Jesus als Herrn bekennen.

5. Diese Welt wird sich verändern. Nichts wird so bleiben, wie es ist, sagen die Zukunftsforscher. Wir wissen, dass dieses Leben nicht das Ende ist. Das ewige Leben ist unsere Ziel und Hoffnung. Darauf bereiten wir uns vor. Und stellen uns den Aufgaben, die wir noch haben.  

Lebt schon jetzt die neue gesellschaftliche Ordnung. So übersetze ich die „zukünftige Stadt“.

In der wir wie Jesus einander dienen. Und wie Jesus bereit sind, Verantwortung zu übernehmen und den Kopf hinzuhalten. Wir halten uns nicht aus allem heraus! Wir sind bereit, Verantwortung zu übernehmen. Das heißt immer auch Schuld zu übernehmen. Jemand muss doch der Sündenbock sein!

Wenn ihr das tut, seid ihr in guter Gesellschaft: in der Gesellschaft Jesu.

Bleibt in der Passionszeit nicht unter Euch! Und benutzt die Kontaktmöglichkeiten, die ihr habt! Amen.

 

Mit der Christenheit bitten wir für die Menschen in Albanien, Kroatien, Serbien, Bosnien, Slovenien und den anderen Länder des Balkan.

 

Lesung 1. Mose 22, 1-14: Aber Jesus wurde als einmaliger Sohn Gottes geopfert!

Markus 10, 42-45 (Jesu gibt sein Leben für uns als Zeichen der Versöhnung)

Mit herzlichen Grüßen – Euer Gerhard Leiser

 

Nachbemerkung: Muntere Gemeinden erfinden neue Gottesdienstformen für das Internet, fbook, YouTupe oder schreiben Briefe und benutzen das Telefon,- wie ich das in Russland erlebt habe. Aber sagt dann auch ein gutes Wort wie die Tages-oder die Jahreslosung… Der Flug nach Russland ist gestrichen. Einige Geburtstage wurden ohne Besuche gefeiert. Aber noch bei guter Gesundheit.

26.3.20 13:03

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