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Ein neuer Bund wird angeboten!

Höre Herr! Exaudi nach Psalm 27,7 ist der Name dieses Sonntags. Lass wahr werden, was der Predigtext Jeremia 31, 31-34 verspricht.

Enttäuscht war Jeremia von seinem Volk: Aus Ägypten ins Land Kanaan geführt und immer wieder aus der Katastrophe gerettet. Aber sobald es ihnen gut ging, haben sie Gott und seine Gebote vergessen. Das war der Bund gewesen: Gott schützt euch und ihr haltet seine Gebote. Vor allem das erste: Du sollst keine andern Götter haben.

Fremde Herrscher erwarten Respekt vor ihren Göttern. Da musste Volk und Regierung Kompromisse machen. Jeremia kritisierte das. Vor allem die sozialen Ungerechtigkeiten.

Der alte Bund gilt nicht mehr. Ihr habt ihn gebrochen! Ihr könnt euch nicht darauf verlassen, dass Gott rettet.

Aber Jeremia sagt einen neuen Bund an.

Mit ganzem Herzen und Verstand werden Menschen anders denken. Sie werden die Gebote nicht deshalb erfüllen wollen, weil es vorgeschrieben ist. Sie erfüllen sie gern, weil sie einsehen, dass es richtig ist. Nicht mehr müssen sie den Willen Gottes tun, sondern sie wollen gern lieben. IHN und alle Menschen.

Es braucht auch keine Priester und Propheten als Lehrer mehr. Weil die Menschen verstanden haben, was Gott will. Und Gott auch vergibt, was alles falsch gelaufen war.

Diese Hoffnung des Jeremia ist noch nicht erfüllt: Noch gibt und braucht es Prediger und Lehrer. Aber voneinander lernen tun wir schon. Gott gibt seinen Geist der Liebe in alle Menschen. Da lernen die Jungen vom Vorbild der Alten und die Alten von den neuen Erkenntnissen und der Neugierde der Jungen in der schnelllebigen Welt.

Dieser neue Bund ist mit Jesus geschlossen! Das heißt nicht, dass der alte Bund erledigt ist. Er gilt für die Juden immer noch. Genau so wie das alte Testament gilt, das vom Glauben der Juden und seiner Geschichte und Geschichten  mit Gott berichtet. Der neue Bund besteht darin: Gott vergibt wegen Christus alle Schuld und verspricht ewiges Leben. Das ist neu gegenüber dem alten Testament. Und wir sollen einander und füreinander lieben und leben. Er wird dann immer bei uns sein.

Er verspricht nicht, dass es euch immer gut gehen wird und ihr uralt werdet. Katastrophen, Unglück, Leid, Trauer, Krankheit, Tod gehören zur Natur. Das Coronavirus ist ein Naturereignis und nicht eine Strafe Gottes. Aber Gott weiß es. „Das Handeln Gottes ist für uns nicht zu entschlüsseln.. Allein Gottes Handeln in Christus ist eindeutig. Richtig ist es zu schweigen und Gott um Erbarmen und Hilfe zu bitten“. So schreibt ein Theologieprofessor, Michael Herbst, der sich mit seiner Frau am Vorabend eines Kongresses in Karlsruhe im Februar mit Corona angesteckt hatte. Ein anderer  Redner aus Nürnberg war erkrankt, weshalb die angereisten 10.000  nach Hause geschickt wurden. Aber damit blieb die Zahl der in Karlsruhe und Nürnberg Infizierten gering.      

„Mein Glaube hat sich nicht verändert, aber das Ziel meiner Predigten liegt noch klarer auf die Ewigkeit“ schreibt dieser Pastor.

Diesen getrösteten Geist und diese Hoffnung will er auch euch geben. Er erfüllt euch mit Liebe und Freude. An Pfingsten erlebten das die Jünger. Darauf hoffen auch wir.

Gott lässt euch nicht allein. Der gekreuzigte Jesus lebt und ist in seinem Geist in euch lebendig. Ihr könnt mit ihm sprechen. Er redet mit Euch! Ihr könnt in seinem Geist auch mit Euren Nachbarn, Verwandten, Freunden sprechen.

In der kommenden Woche sollte in den Kirchen in der ganzen Welt für die Einheit im Geist der Christen gebetet werden. Wie Jesus schon vor seinem Tod gebetet hat: Eins sollen die Christen sein! (Johannes 17,20-21.

In diesem Jahr können wir uns nicht besuchen. Aber in den Fernsehgottesdiensten können wir gemeinsam beten, singen, auf die Bibel hören und das Vaterunser und das apostolische Glaubensbekenntnis sprechen.

Notzeiten haben die Christen immer näher zueinander gebracht. Das wird vielleicht auch jetzt geschehen.

 

Lesungen: Psalm 27,1.7-14 Epheser 3,14-21: Euer Glaube soll in der Liebe begründet sein.

Johannes 16,5-15: Der „Tröster“, der heilige Geist, wird Euch in alle Wahrheit leiten! 

Gebetet wird in dieser Woche weltweit für die Menschen und Christen in Angola und Mosambik, früher portugiesische Kolonien, meistens Christen mit Klimakatastrophen.

Mit herzlichen Grüßen Euer Gerhard Leiser

 

Nachtrag:

Bei herrlichem Frühlingswetter sind die üblichen Gottesdienste im Freien zusammen mit der katholischen Nachbargemeinde und einem Fest ausgefallen. Aber angeboten werden viele Onlinegottesdienste. Mit Beschränkungen, aber das Leben wird wieder normal, aber nicht wie vorher.

22.5.20 18:13

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