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Lasst euch beladen!

Wer war Jesus? Das sagt er im Predigttext am 2. Sonntag nach Trinitatis: (Matthäus 11, 25-30).

Johannes der Täufer hatte aus dem Gefängnis gefragt, ob Jesus der von allen Erwartete und Erhoffte ist. Jesu Antwort: Berichtet, was ich getan tue. Ich kümmere mich um die Kranken, Behinderten und Blinden und sage Tröstliches den Hoffnungslosen. So wie es die Propheten vom Messias erwartet haben.

Das sagt Jesus von sich:

1. Gott hat ihm die entscheidenden Erkenntnisse anvertraut. Das sind nicht die Weisheiten der Philosophen, Professoren und Theologen. Die wissen nicht, was die einfachen Leute eher verstehen. Wofür es sich zu leben lohnt, was nach dem Tode kommt, dass es nur auf die Liebe ankommt und nicht Erfolg, Ruhm, Ehre und langes Leben.

In den Seligpreisungen (Kapitel 5, 5-12) zählt Matthäus einige „Weisheiten“ auf: Fragen und nicht zu wissen glauben. Leiden fraglos ertragen. Nachgeben. Gerecht sein wollen. Helfen. Offen und ehrlich sein. Frieden stiften. Ungerechtigkeiten ertragen.

2. Er ist der Sohn Gottes. Wir sind zwar alle Kinder Gottes. Wir tragen alle das Bild des Schöpfers in uns. Wir alle ahnen etwas von unserer Bestimmung. Aber Jesus ist einmalig. „Eingeboren“ sagt man dafür. So erlebten ihn die Jünger. Besonders als Auferstandenen. Das änderte ihre Meinungen über Tod, ewiges Leben, die andere Welt und die Wichtigkeiten ihres Lebens. Jesus lebte und starb im unerschütterlichen Vertrauen zu Gott. Das fehlt uns. Wir können ihn uns nicht vorstellen. Aber Jesus kann uns dazu helfen. Er kann durch seinen Geist uns denselben Glauben geben. Dann kann uns keine Anfechtung erschüttern.

Jesus muss uns das immer neu „offenbaren“. Darum beten wir jeden Tag neu. Denn wir wissen nicht alles und verstehen nicht alles.

3. Jesus will uns erquicken. Das heißt lebendig und munter, fröhlich und hoffnungsvoll machen. Unser Herz ist immer unruhig. Sorgen, Enttäuschungen, Ängste haben wir immer. Auch wenn wir sie manchmal verbergen.

Es gibt etwas Gescheiteres als unsere Probleme hin und her zu wälzen oder zu verdrängen: Wenn wir ihm dienen, statt uns selber zu bedienen oder bedienen zu lassen. Das heißt „mein Joch auf sich nehmen“. „Joch“ ist ein derber Vergleich für das Tragen unsere Lasten. Ich hatte noch mit Ochsen gearbeitet: Immer zwei wurden durch ein Joch, ein gepolstertes Brett, vor der Stirn verbunden. Am Joch hingen die Seile, mit denen die Lasten gezogen wurden. Brav haben die Ochsen die Lasten gezogen, weil sie wussten, dass sie nachher gefüttert werden.

Das Leben, Leiden und Sterben Jesu war ein hartes Joch. Auch unser Leben kann hart sein,  Dann hilft die Erinnerung an Jesu Leben, Leiden und Sterben unsere Lasten zu tragen. Sie werden dadurch leichter.

Heilandsruf nennt man den Vers 28: Kommt alle her zu mir, alle, die ihr mühselig und beladen seid, ich will euch erquicken. Das ist einladend für alle, die „beladen“ ist. Das sind wir doch alle in dieser Zeit?

Dann redet mit Jesus darüber.

Es könnte dazu führen, dass sich einiges in der Welt ändert.

Amen.

 

Lesungen: Epheser 2, 17-22. Frieden ist euch verkündigt!

Lukas 16, 19-31 Es gibt einmal eine ausgleichende Gerechtigkeit!

Weltweit wird in der kommenden Woche gebetet für Kenia und Tansania.

Wochenspruch: Kommt alle her zu mir, alle, die ihr mühselig und beladen seid; ich will euch erquicken. Mt 11, 28.

 

Mit herzlichen Grüßen Euer Gerhard Leiser

 

Nachtrag: Vieles wird wieder normaler. Aber in den Gemeinden noch nicht. Um so wichtiger ist es die Losungen und  die Bibel zu lesen, zu helfen, wo man kann und die Kontakte pflegen, die möglich sind. Vorbildlich: eine Gemeinden schickt den gedruckten Sonntagsgottesdienst am Samstag durch Gemeindeglieder ins Haus und bietet trotzdem einen Gottesdienste mit begrenzter Besucherzahl an.

18.6.20 11:51

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