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Gastfreundschaft: Zeichen von Christen!

Herzlich einladen sollt ihr nach dem Predigttext vom 7. Sonntag nach Trinitatis vom Schluss des Hebräerbriefs 13, 1-3.

1. Geschwister laden sich ein. Mindestens am Geburtstag ist das üblich. Weil Geschwister sich in der Regel fest in der brüderlichen Liebe halten! Steht im Text. Anscheinend war die Mahnung an die „Glaubensgeschwister“ nötig. Weil es in der Gemeinde steif zuging, man sich gar nicht kannte und deshalb auch nicht lieben konnte. Oder weil man enttäuscht worden war und die Liebe erkaltete.

Das ist etwas Besonderes an christlichen Gemeinden: Sie pflegen Gemeinschaft! In anderen Religionen geht es auch um das Verhältnis zu Gott, die Vertiefung der eigenen Erkenntnis und Liebe und Barmherzigkeit. Jesus aber sagt „Brüder“ zu seinen Schülern. Die Schwestern sind natürlich mit gemeint. Ich spreche deshalb von „geschwisterlicher“ Liebe und will nichts über Unterschiede von brüderlicher und schwesterliche Liebe sagen. Auch deshalb, weil die Liebe in der Gemeinde doch etwas anders ist als die Liebe unter Verwandten. „Die den Willen meines Vaters tun, sind meine Brüder, Schwestern, Mutter“ muss Jesus klar stellen, als die Familie ihn aus der Predigt herausrufen wollte (Matthäus 12,50).

Christ kann man nicht allein sein. Christen sind immer in einer Gemeinschaft. Sie kann groß oder klein sein. Zwei genügen für den Anfang: Wo zwei oder drei in meinem Namen versammelt sind, da bin ich dabei, verspricht Jesus. (Matthäus 18,18). Das gilt schon für ein Paar. Wenn es in Jesu Namen zusammen lebt. Zwölf  waren die Jünger, eine Gruppe, in der noch jeder zu Wort kommen kann und keiner übersehen wird. Das ist auch der Erfolg von Hauskreisen oder Alters-oder Berufsgruppen  für den Gemeindeaufbau. Auch im großen Gottesdienst sollte zum Gespräch Gelegenheit sein, oder nachher! Christus ist in der Gemeinde gegenwärtig, schrieb Dietrich Bonhoeffer. Gott wohnt nicht in Häusern, die Menschen gemacht haben.  

2. Gastfrei zu sein, sollen wir nicht vergessen! Vergessen? Fernsehen, Spazierengehen, Lesen und noch Interessantes und Belastendes kann dazu führen. Ein guter Rat an Neuvermählte: Einmal im Monat jemand einladen, der noch nie da war. Und ein Gästebuch führen! Natürlich machen Gäste Arbeit und Kosten. Sie sehen, wie es bei uns aussieht.

Gäste damals waren wohl zunächst Christen auf der Reise. Unter den Gemeindegliedern gab es vermutlich reisende Händler und Handwerker. Aber auch Apostel und Besucher wie Paulus.

Das Wort im Urtext heißt eigentlich fremdenfreundlich. Die Fremden sind interessant, von ihnen kann man etwas lernen. Manchmal sind sie Boten Gottes, wie die drei Besucher von Abram und Sara. Oder Fremde, die anstelle von Christus aufgenommen wurden, wie in Matthäus 25, 35. Jesus ließ sich vom Zöllner Zachäus einladen und von Martha bewirten. Als Student in USA wurde ich nach jedem Gottesdienstbesuch in einer neuen Kirche noch zum Lunch eingeladen. Man hatte mich Fremden als Besucher begrüßt.

Nicht alle Gäste entpuppen sich als Engel. Das hilft uns zum rechten Verhalten, wenn wir eingeladen werden. Was bringen wir mit? Haben wir ein passendes Bibelwort, Gebet oder Segen? – Zum Beispiel die Jahreslosung?

3. An die Gefangenen und Misshandelten denken! Es gab damals schon Verfolgung von Christen. Das spürt man im Hebräerbrief. Das mag auch der Grund sein, weil einige die Versammlungen verlassen hatten. Dass es bei uns keine Verfolgung gibt, ist ein guter Grund zum Gottesdienst zu gehen und in den Fürbitten für die heute in vielen Ländern verfolgten und diskriminierten Christen zu beten. In der Zeitschrift „Open doors“ gibt es darüber Informationen. Aber auch an die wegen Straftaten Gefangenen dürfen wir denken und die von ihnen Misshandelten.

Ihr lebt noch! So schließt der Text. Also ladet Geschwister und Fremde ein, in die Gemeinde und in euer Haus! Und:

Komm Herr Jesu, sei unser Gast! Er soll aber nicht nur segnen, was er bescheret hat, und dann wieder gehen. Er sollte bei uns Dauergast sein und den Geist unseres Hauses prägen!,    

 

Für die Menschen in der Republik Kongo, Gabun, Sao Tomé und Principe soll in der nächsten Woche gebetet werden, arme Länder in Westafrika.

 

Lesung Apostelgeschichte 2, 41-47

Johannes 6,1-15 Jesus lädt alle ein.

Wochenspruch: So seid ihr nun nicht mehr Gäste und Fremdlinge, sondern Mitbürger der Heiligen und Gottes Hausgenossen. Epheser 2,19.

 

Euer Gerhard Leiser, der vielen Gastgebern dankbar zu sein hat!

24.7.20 11:56

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