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Augen auf!

Wie wir die Menschen sehen sollen? Das zeigt uns Jesus im Text vom 8.Sonntag nach

Trinitatis mit Johannes 9,1-7.

Jesus sieht den Blinden und weiß Bescheid: Blind geboren! Das ist sein Schicksal. Wie wir auch über schwere Schicksale, Behinderungen, Unglück, Tornados, Erdbeben und die Coronapandemie diskutieren. Immer kommt dann die Frage nach der Schuld und wer daran schuld ist. Von nichts kommt nichts. Das Sprichwort begründet unser Fragen. Manchmal finden sich auch Schuldige. Den Opfern hilft das wenig.

Die Propheten gaben für das Unglück Israels dem Volk Israel die Schuld, weil Gott den Götzendienst und das ungesetzliche Leben straft. Das könnte man auch bei der Klimakrise und dem Coronavirus tun. Dem soll die Politik nachgehen und Abhilfe und Änderung schaffen!

Die Werke Gottes sollen daran sichtbar werden, ist die Antwort Jesu. Er zeigt das mit der Heilung des Blinden. Er brauchte nicht mal ein Gebet oder Zauberkraft. Nur gewöhnliche Erde und Spucke. Und dass der Blinde den weiten Weg hinunter zum Teich Siloah geht. Den Weg kannte möglicherweise der Blinde. So wirkt Gott: am Menschen, am Mühseligen, Kranken, Beladenen, Trostlosen und Schuldigen.

Nach Besuchen im Gefängnis dachte ich öfters: Merken die schuldig gewordenen, was Gott mit ihnen vorhat? Manchmal merkten sie es. Das gilt auch für manche Krankheiten und Unfälle. Die wir nachher als Werk Gottes verstehen und annehmen können.

Die Geschichte hat eine Fortsetzung:

Der Blinde kann nicht erzählen, wer ihn heilte. Die Heilung war am Sabbat. Da sollte nicht geheilt, das heißt gearbeitet werden. Jesus macht damit wieder klar: nicht Erfüllung frommer Vorschriften, sondern der Mensch und die Liebe ist wichtig.

Die Frommen und der Geheilte sind verschiedener Meinung, ob der Heilende von Gott ist.

Die Eltern werden vernommen: War er ein Betrüger, der vorgetäuschte Blindheit zur Berechtigung des Bettelns und der Unterstützung durch die Synagoge ausnutzte?

Wollt ihr auch seine Jünger werden? Fragt der Blinde, als er von den Frommen nochmal bedrängt wird, sich zu der Übertretung des Sabbatgebots zu äußern. Er stellt fest: es ist verwunderlich, dass ihr nicht wisst, woher Jesus ist, wenn er etwas tut, was zum ersten Mal in der Weltgeschichte geschah. Er wird deshalb auch aus der Synagoge, der Gemeinde, die ihn bisher versorgte, hinausgeworfen.

Dann begegnet ihm Jesus wieder. Er erklärt, dass er dazu in die Welt gekommen ist, dass die da nicht sehen sehend werden und die Sehenden blind. Damit fühlten sich die frommen Pharisäer getroffen. Sind wir denn blind? Das ist genau euer Fehler: dass ihr meint zu sehen, das heißt, den richtigen Glauben zu haben.

Jesus will uns die Augen für das Wichtige öffnen!  Das ist:  die „Blinden“ heute zu erkennen und wie Jesus das Nötige und uns Mögliche zu tun.

 

Sucht nicht Schuld und Schuldige! Sucht nach Gelegenheiten Liebe zu üben! Wie der Wochenspruch mahnt: Wandelt als Kinder des Licht; die Frucht des Lichts ist lauter Güte und Gerechtigkeit und Wahrheit!

Dazu müsst ihr die Augen aufmachen und versuchen wie Jesus zu sehen!

 

Lesungen: Epheser 5, 8b-14 Christus erleuchte euch!

Matthäus 5, 13-16 Leuchtet!

Wochenspruch: Wandelt als Kinder des Lichts; die Frucht des Lichts ist lauter Güte und Gerechtigkeit und Wahrheit. Epheser 5,8b.9.

Gebetet wird in der ganzen Welt in der kommenden Woche für Kamerun, Zentralafrikanische Republik, Äquatorialguinea. Wenig entwickelte Länder und Kamerun mit schweren Konflikten aus der Kolonialzeit.

 

Mit herzlichen Grüßen Euer Gerhard Leiser

 

Nebenbei: In dieser Woche lesen wir als Bibellese wieder aus dem Markusevangelium, nachdem die Gerichtsdrohungen vergangener Zeiten in den letzten Wochen nicht leicht zu lesen waren.

Gottesdienste im Fernsehen sind auch gut und Telefonieren mit Gemeindegliedern auch,  sind aber kein Ersatz für normale Gottesdienste für mich.

30.7.20 14:07

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