Über

Gerhard Leiser Pfarrer in Ruhestand n Karlsruhe 

Verantwortet CHRISTEN-IN-VERANTWORTUNG Gruppe Karlsruhe

lädt zum Pfarrseniorenkonvent Karlsruhe ein

schickt Gedanken zum Predigttext als Sonntagsgruß nach Krasnodar

nimmt an politischen Veranstaltungen teil, wenn Wetter und zeit es erlauben. Diskutiert gern. Vor allem mit Jungen.

Alter: 90
 


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Blog

Glaube UND Taten sind nötig!

Was macht glücklich? Darüber diskutiert der Predigttext Jakobus 2,14-26 am 18.Sonntag nach Trinitatis.

Wer`s glaubt wird selig! Oder glücklich. Wer was glaubt? – Dass uns Gott liebt, dass er unsere Schuld vergibt, dass er uns ewiges Leben schenkt. Dass er unsere Gebete hört und für uns sorgt und uns behütet. Dazu lesen wir die Bibel, singen Lieder und gehen zum Gottesdienst und lassen uns ermuntern. Aber das reicht nicht. Das ist nur Seelenmassage! Damit ist niemand sonst geholfen. Und viele brauchen Hilfe. Du hörst und liest von ihnen, wenn du die Bibel zumachst. 

Nur Taten machen glücklich! Danach leben viele und sie erleben auch: Eine gut vollendete Arbeit befriedigt. Und erst recht, wenn wir jemand helfen konnten. Wozu in die Kirche gehen? Ich muss mich von der Arbeit erholen. Denn dazu braucht es alle Kraft und Zeit.  Von meinem Einkommen spende ich regelmäßig. Ich helfe gern mit Werkzeug, Kenntnissen, Zeit, Kraft, dem Auto und meinen Koch-und Nähkenntnissen. Gute Taten erkennt Gott an. Wie es in Matthäus 25 steht: Hungernde speisen, Nackte kleiden und so weiter!

Zeigt einander euren Glauben und eure Taten! Fordert Jakobus auf. Das wäre das Letzte: Angeben mit seinem Glauben und mit seinen guten Werken? Mit frommem Reden und Beten wie der Pharisäer im Tempel (Lukas 18,11), mit seiner Bibel-und Liederkenntnis?

Das ist genau so falsch wie „Tu Gutes und rede darüber!“ Jesus sagt: Lass die rechte Hand nicht wissen, was die linke tut (Matthäus 6,3 und 4).

Beten  u n d  arbeiten! War die alte Regel der Mönche.

So haben die evangelischen Missionare gepredigt und gelehrt, aber zeigten auch wie Landwirtschaft und Handwerk gut wird. Auch heute hilft Brot-für-die-Welt, Ärzte und Krankenhäuser sogar in Ländern,  in denen Mission verboten ist. Das ist Verkündigung des Evangeliums durch Taten. Das wird verstanden! Auch wenn es durch humanitäre Organisionen geschieht.  

Aber es ist auch nicht gut, von seinem Glauben überhaupt nicht zu reden. Das muss man auch üben, genau wie ein Handwerk oder das Kochen.

Jakobus erinnert an zwei Vorbilder, bei denen Glaube und Tat zusammen passt:

Abraham. Er war bereit, seinen Sohn Isaak zu opfern. Er hätte auch an seinen Gehorsam in fremdes Land aufzubrechen oder seine Nachgiebigkeit seinem Neffen Lot erinnern können.

Oder die Prostituerte Rahab, von der letzten Sonntag zu predigen war. Sie rettete die Spione, weil sie glaubte, dass deren Gott größer und stärker als ihre Götter ist. tat das .

Gute Beispiele gibt es noch viele.

Albert Schweitzer hatte mit 30 Jahren genug Theologie studiert und gelehrt und gepredigt und ging als Arzt in den Urwald. Die Erfahrungen dort führten ihn wider Erwarten zur Theologie der „Ehrfurcht vor dem Leben“. Sie wird heute als „grüne“ Theologie wieder entdeckt. Wie sein bedingungsloses Eintreten für Frieden unvergessen ist.

Johann Hinrich Wichern, Friedrich von Bodelschwingh, Theodor Fliedner und ungezählt viele Frauen und Diakonissen haben Glaube und Liebe vorgelebt. Es waren sicher mehr Frauen als Männer.

Anscheinend brauchte die Gemeinde des Jakobus solche Mahnungen. Witwen und Waisen besuchen sei richtiger Gottesdienst (1,27), nicht dumm schwätzen (3,2), Frieden stiften (3,18), richtigen Lohn zahlen (5,1-5), Kranke besuchen und für sie beten (5,14).

Und wenn es euch gut geht: dann singt Lieder aus dem Gesangbuch (5,13)!

Das gilt doch euch heute? – Dass es euch gut geht wünscht euch euer Gerhard Leiser.

Eine Bemerkung noch: Martin Luther stellte diesen Brief an den Schluss. Ihm war Paulus mit seinem Bekenntnis „allein der Glaube, nicht die Werke“ vor allem wichtig. Heute könnte man diskutieren: ist Schutz der Schöpfung oder Predigt des Glaubens wichtiger? – Ich meine beides!

 

Lesungen: Epheser 5, 15-20 Wie viel Zeit hast du noch?

Markus 10,17-27 Glaube kann teuer werden!

Wochenspruch: Dies Gebot haben wir von ihm, dass, wer Gott liebt, dass der auch seinen Bruder liebe. 1.Joh 4,21

Der Weltkirchenrat bittet für Belize, Guatemala. Honduras und Mexiko (129 Millionen!) zu beten.

                                                                                      Friede wünscht Euer Gerhard Leiser

Nachbemerkung: Auch dieser Predigttext ist neu aber regt zum Gespräch an.

17.10.19 13:46, kommentieren

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Von Spionen und einer vorsorgenden Prostituierten

Folge deinem Gewissen! Dazu fordert das Beispiel der Hure Rahab aus Josua 2 auf.

Gewissensentscheidungen  in gefährlichen Zeiten: Hoffentlich bleiben sie Euch erspart. Der Predigttext macht Mut für Glauben und das Richtige im Alltag einzutreten.

Josua soll das Volk Israel nach langem Wandern mit ihren Herden in der Steppe ins verheißene Land führen. Die befestigte uralte Stadt Jericho liegt am Übergang über den Jordan. Zwei Männer sollen sie ausspionieren. Bei einer Hure kehren sie ein. Bei ihr kehren oft Fremde ein. Deshalb weiß sie auch von draußen und von den Israeliten und ihrem Glauben. Sie hilft den Spionen und hofft sich damit auch selber zu retten.

So kam es auch. Die Spione retteten sie. Sie durfte dann mit den Israeliten leben.

Ihre Geschichte war den Israeliten und den ersten Christen wichtig. Im Stammbaum von Jesus (Matthäus 1,5) wird sie als Mutter des Boas genannt. Heiratete demnach einen Juden. Wie Boas mit Ruth eine Ausländerin heiratete. Eine Hure und eine Ausländerin als Urmütter Jesu!

Im Hebräerbrief (11, 31) wird sie als Vorbild im Glauben gerühmt. In Jakobus 2,25 für ihre Gastfreundschaft als gute Tat.

Biblische Geschichten ermutigen zum Glauben und zu mutigen Taten.

Zum Glauben an einen Gott, der Herr ist im Himmel und auf Erden. Wie Rahab sagte.

Im Himmel: Über uns, vor aller Zeit und nach uns und aller Zeit!

Und auf der Erde, die uns so chaotisch und durcheinander vorkommt. In der große und kleine Machthaber glauben, dass sie machen können, was sie wollen. Es gibt Gott, einen Gott, der die Geschichte lenkt, auch wenn wir das oft im Nachhinein sehen, wenn wieder etwas wider Erwarten gut gegangen ist.

Diese alten Geschichten ermutigen, gewissenhaft und in der Verantwortung vor Gott zu leben.

Auch wenn es ungewöhnlich ist und aus dem Rahmen fällt.

Überprüft eure Vorurteile! Zum Beispiel gegenüber Huren. Bei einer Beerdigung einer früheren Prostituierten spürte ich in einer vollen Kapelle eine Flut von Dankbarkeit für ihre lebenslange Hilfsbereitschaft für die Kolleginnen. Da ich sie vor dem Sterben besucht und das Abendmahl gegeben hatte, wusste ich von ihrem Glauben und Leben.

Alle Achtung auch vor Whistleblowern: Leuten, die das sagen, was gesagt werden muss und was keiner sagen will. Weil man sich damit unbeliebt macht und als Verräter oder Störenfried gilt.

Spione haben manchmal auch Gutes bewirkt, wenn sie zum Frieden beigetragen haben und Schlimmes verhindert.

Mir fällt auf, dass unter jüngeren Politikern relativ oft Einwanderer oder Kinder von „Migranten“ sind. Wollen sie ihre Dankbarkeit dafür beweisen, dass sie in unserem freien und christlichen Land leben? Was für uns selbstverständlich ist.

Alle Achtung auch vor denen, die für die Erhaltung der Schöpfung, für Frieden und Gerechtigkeit auf die Straße gehen. Es bewegt die Verantwortlichen vielleicht eher, für den Besitzstand unangenehme Entscheidungen zu treffen.

Leider haben viele Menschen ihren Mut und ihr offenes Glaubensbekenntnis mit Entlassung, Nachteilen, Beleidigungen, Verfolgung, Vertreibung und Tod bezahlt.

So hörte ich von Soldaten in Israel, die bestraft wurden, weil sie nicht in den Palästinensergebieten Dienst machen wollten und sich im Gefängnis mit inhaftierten „Terroristen“ anfreundeten.

Die Landnahme des verheißenen Landes durch Josua kann man natürlich vergleichen mit der Landnahme des Staates Israel. Ich hoffe und bete aber darum, dass Juden und Araber lernen in Frieden zusammen zu leben.

 

Die alten Geschichten sollen euch ermutigen, für Freiheit, Recht und den Glauben immer und überall einzutreten!

 

Lesungen: Römer 10,9-17 Gott bestimmt über uns!

Matthäus 15, 21-28 Er liebt alle Menschen.

Wochenspruch: Euer Glaube ist der Sieg, der die Welt überwunden hat. 1. Joh. 5,4c

Der Weltkirchenrat bittet dass wir für Belize, Guatemala. Honduras und Mexiko beten.

Gottes Segen zu Euren Entscheidungen! Euer Gerhard Leiser

Nachbemerkung: Über diesen Predigttext wird zum ersten Mal gepredigt. Er regt zur Diskussion an.

11.10.19 10:29, kommentieren